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Reicher werden mit Uber Wer profitiert vom Börsengang?

SoftBank-Chef Masayoshi Son

Softbank-Chef Masayoshi Son
Der japanische Technologieriese Softbank ist mit 16,3 Prozent der größte Anteilseigner. Das geht aus dem Börsenprospekt hervor, den Uber bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte. Softbanks Vision Fund ist mit knapp 100 Milliarden Dollar Kapital der größte Technologiefonds der Welt. „Wir fokussieren uns auf Geschäftsmodelle, die geführt werden von ‚disruptiven Innovatoren‘, die fundamentale Plattformen für die Revolution in der Informationstechnologie anbieten wollen“, heißt es dazu auf der Homepage von Softbank. Uber passt genau in dieses Profil. Gründer und Boss von Softbank ist Masayoshi Son.

Reicher werden mit Uber Wer profitiert vom Börsengang?

SoftBank-Chef Masayoshi Son

Softbank-Chef Masayoshi Son
Der japanische Technologieriese Softbank ist mit 16,3 Prozent der größte Anteilseigner. Das geht aus dem Börsenprospekt hervor, den Uber bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte. Softbanks Vision Fund ist mit knapp 100 Milliarden Dollar Kapital der größte Technologiefonds der Welt. „Wir fokussieren uns auf Geschäftsmodelle, die geführt werden von ‚disruptiven Innovatoren‘, die fundamentale Plattformen für die Revolution in der Informationstechnologie anbieten wollen“, heißt es dazu auf der Homepage von Softbank. Uber passt genau in dieses Profil. Gründer und Boss von Softbank ist Masayoshi Son.

Benchmark-Logo

Benchmark
Der Risikokapitalgeber Benchmark Capital Partners sitzt auf einem Anteil von elf Prozent des Fahrdienstvermittlers, der insgesamt aktuell wohl mit etwas weniger als 90 Milliarden Dollar bewertet wird. Auch Zahlen von bis zu 120 Milliarden wurden zeitweise genannt – im Augenblick scheint sich jedoch eine skeptischere Perspektive durchzusetzen. Es macht für die Anteilseigner einen gigantischen Unterschied, wie die Bewertung ausfällt.

Hinzu kommt natürlich die Bedeutung des Einstiegszeitpunkts. Die Firmen-Bewertung bei einer außerbörslichen Finanzierungsrunde der Risikokapitalgeber entscheidet darüber, welche Beteiligung an dem Unternehmen ein Investor für sein Geld bekommt. Je höher die Bewertung, desto geringer fällt der Anteil für eine bestimmte Summe aus. Im Juni 2014 wurde Uber beispielsweise noch mit rund 18 Milliarden Dollar bewertet. Wer seinerzeit dabei war, hat sein Kapital bis heute schon vervielfacht.

Viele Kapitalgeber haben ihren Anteil natürlich sukzessive erhöht. Das Schöne daran aus Sicht der frühen Teilhaber ist, dass sie, selbst wenn bei den folgenden Finanzierungsrunden höhere Preise verlangt werden, davon profitieren. Denn die früheren Anteile steigen im Wert. So sorgen sie gewissermaßen selbst dafür, dass sich ihr Kapital vermehrt, wenn sie für neue Anteile mehr bezahlen. Das funktioniert natürlich nur, wenn hinreichend viele Investoren an den Erfolg glauben und dabei sein wollen. Der Unternehmenserfolg wird mit der Masse an Kapital, mit der das Geschäft betrieben werden kann, zumindest wahrscheinlicher. Mehr als 20 Milliarden sollen Investoren in Uber gesteckt haben. Damit lässt sich durchaus ein Geschäft aufbauen.

Uber-Gründer Travis Kalanick

Uber-Gründer Travis Kalanick
Der Uber-Mitbegründer Travis Kalanick führte das Unternehmen bis 2017, als eine Serie von Enthüllungen den Ruf des Fahrdienstvermittlers beschädigte. Dazu gehörten Berichte über weit verbreitete sexuelle Belästigung im Unternehmen sowie Vorwürfe, wonach Uber Technologie für selbstfahrende Autos gestohlen haben soll. Er verfügt über einen Anteil von 8,6 Prozent.

Garrett Camp

Garrett Camp
Der Firma Expa-1 LLC gehört sechs Prozent an Uber. Garrett Camp, der Uber 2009 zusammen mit Kalanick gegründet hat, ist der Mann, der hinter diesem Investmentvehikel steckt und über die alleinigen Stimmrechte verfügt

Mohammed bin Salman

Mohammed bin Salman, Chairman des saudischen Staatsfonds
Der saudische Staatsfonds ist mit 5,3 Prozent an Uber beteiligt. Chairman des „Public Investment Fund“ ist Kronprinz Mohammed bin Salman, der Sohn des saudischen Königs. Der Thronfolger steht international auch wegen des brutalen Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi in der Kritik. Mohammed bin Salman hat in der Vergangenheit erklärt, er wolle den Staatsfonds nutzen, um die Wirtschaft des Königreichs zu diversifizieren, die derzeit stark abhängig vom Ölexport ist.

Und da die Welt am Öl hängt, ist der Fonds gut betankt: Aktuell soll er rund 300 Milliarden Dollar managen. Bis zum Jahr 2030 werden es laut US-Sender CNBC 2.000 Milliarden sein, die verteilt werden können. Hauptziel seien die USA, wie der Managing Director unlängst dem Sender erklärte. Aber auch auf China habe man ein Auge geworfen.

Alphabet

Alphabet
Die Google-Mutter Alphabet ist mit 5,2 Prozent an Uber beteiligt. Bereits im Jahr 2013 hatte Google 258 Millionen Dollar investiert – so sieht ein gutes Geschäft aus.

Ryan Graves

Ryan Graves
Der ehemalige Uber-Chef Ryan Graves sicherte sich einen Anteil von 2,4 Prozent am Konzern. Graves war Boss von Februar bis Dezember 2010.

Amazon-Gründer Jeff Bezos

Amazon-Gründer Jeff Bezos
Auch Amazon Gründer und reichster Mann der Welt Jeff Bezos wird noch reicher werden. Dass er weiß, wie man gute Geschäfte macht beweist auch seine Intuition bei Uber: Bezos soll zu einem frühen Zeitpunkt Medienberichten zufolge drei Millionen Dollar investiert haben. Daraus seien mittlerweile geschätzte 400 Millionen geworden. Aber wer über ein Vermögen von 157 Milliarden verfügt, wird wegen ein paar Uber-Millionen aber auch nicht mehr die Contenance verlieren.

Lance Armstrong

Lance Armstrong
Uber habe seine Familie gerettet, sagt der ex-ehemalige siebenfache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong dem Sender CNBC. Armstrong investierte im Jahr 2009 100.000 Dollar in das Unternehmen, das seinerzeit mit 3,7 Millionen Dollar bewertet wurde.

Der frühere Radprofi, der im Jahr 2013 zugab gedopt zu haben, hat damit einen zweistelligen Millionenbetrag verdient. Armstrong musste Millionen Dollar für Anwaltskosten und Schadenersatz zahlen.

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