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Die Uber-Show beginnt Uber: 100 Milliarden sollen es schon sein

Stand: 11.04.2019, 14:29 Uhr

Es dürfte einer der größten Börsengänge der Geschichte werden: Uber hoffe darauf, rund zehn Milliarden Dollar einzusammeln, berichtet das „Wall Street Journal“. Auch über den Ausgabepreis kann die Zeitung bereits Wissenswertes berichten.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber geht laut „Wall Street Journal“ (WSJ) voraussichtlich im Mai an die Börse. Das deckt sich mit ähnlichen Medienberichten der vergangenen Tage. Auch über den Ausgabepreis berichtet das WSJ. Er solle derzeit zwischen 48 und 55 Dollar schwanken. Damit würde Uber insgesamt mit rund 100 Milliarden Dollar bewertet. 

Uber wurde erst 2009 gegründet und gilt als das größte der sogenannten Einhörner-Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Das Unternehmen wird von privaten Investoren kräftig unterstützt und strebt eine Führungsrolle bei der Entwicklung selbstfahrender Autos an.

Hauptaktivität von Uber ist aber nach wie vor die Vermittlung von Fahrangeboten über Smartphone-Apps. Das Unternehmen ist damit in mehr als 60 Ländern aktiv und zu einer Konkurrenz für die etablierten Taxiunternehmen geworden. 

Anja Kohl
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Alle wollen mitfahren

Lyft: Stark anfangen, stark nachlassen  

Ähnlich wie der Konkurrent Lyft, der vor einigen Tagen an die Börse gegangen war, ist Uber nicht profitabel. Im vierten Quartal 2018 verbuchte Uber einen Verlust von 865 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es minus 1,1 Milliarden gewesen. Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf drei Milliarden Dollar. 

Vorsicht ist beim Uber-IPO durchaus angebracht: Die Lyft-Aktie hatte zwar einen starken Börsenstart hingelegt, fiel aber dann bei den Investoren in Ungnade. Der erste Kurs der zu 72 Dollar je Aktie ausgegebenen Papiere des hatte bei 87,24 Dollar gelegen. Heute bekommt man eine Aktie bereits für rund 60 Dollar.  

ts