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Milliardengewinne dank US-Steuerreform Trump hilft Pfizer nach oben

Stand: 30.01.2018, 14:38 Uhr

Auch wenn es Big Pharma nicht schlecht geht. In den letzten Jahren war das Geldverdienen mit den vielen auslaufenden Patenten und den billigen Nachahmerpräparaten der Konkurrenz schwerer. Doch jetzt gibt es ja Trump, und Pfizer hat gut Lachen.

Die jüngst durch Trump angeschobene Steuerreform poliert den Gewinn des amerikanischen Pharmariesen kräftig auf. In Zahlen bedeutet sie konkret: einen Sonderertrag von mehr als elf Milliarden Dollar. Im vierten Quartal stieg der Nettogewinn von Pfizer dadurch auf 12,3 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor waren unterm Strich 775 Millionen hängen geblieben.

Es ist aber nicht alles Trump-Effekt. Pfizer profitierte auch von einem starken Geschäft mit seinem Brustkrebsmittel Ibrance sowie dem Pneumokokkenimpfstoff Prevnar. Gleichwohl kam der Umsatz mit 13,7 Milliarden Dollar kaum vom Fleck.

An der Börse reagierten Investoren mit Kursverlusten. Zwar fielen die Zahlen besser aus als erwartet. Doch der Ibrance-Umsatz hätte nach dem Geschmack der Analysten noch besser ausfallen können.

Für 2018 stellt Pfizer einen Umsatz von 53,5 bis 55,5 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,90 bis 3,00 Dollar in Aussicht. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um ein Prozent auf 52,5 Milliarden Dollar gefallen, der bereinigte Gewinn je Aktie war dagegen um elf Prozent auf 2,65 Dollar gestiegen.

bs