Donald Trump
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"Google, Twitter und Facebook sollten vorsichtig sein" Trump droht Google & Co.

Stand: 29.08.2018, 08:22 Uhr

Wenn sich der US-Präsident selbst googelt, dann findet er wenig Positives. Warum? Er sagt, die Suchmaschine sei voreingenommen - und sendet eine Warnung an Google, Facebook und Twitter.

"Ich glaube, was Google und was andere tun, wenn man sieht, was bei Twitter und Facebook vor sich geht, sie sollten besser vorsichtig sein, denn das kannst du mit den Menschen nicht machen", sagte Trump im Weißen Haus.

»Ich glaube, Google und Twitter und Facebook bewegen sich auf sehr besorgniserregendem Boden und sie müssen vorsichtig sein. Es ist nicht fair gegenüber großen Teilen der Bevölkerung.«

Donald Trump

Er beschuldigte die Suchmaschine, viele Leute ausgenutzt zu haben. Dies könne man Menschen nicht antun. Kurz zuvor hatte er Google vorgeworfen, Internetsuchen zu seinem Nachteil zu manipulieren. Die Google-Ergebnisse für "Trump News" zeigten nur die Berichte der "Fake News"-Medien, schrieb er am Dienstag auf Twitter.

Damit meint Trump Medien, die nicht in seinem Sinne berichten. "Anders formuliert haben sie diese für mich und andere so manipuliert, dass fast alle Geschichten und Nachrichten schlecht sind." Die republikanischen, konservativen und "fairen" Medien seien ausgesperrt. "Das ist eine sehr ernste Situation - wird angegangen", twitterte er.

»Wir stufen Suchergebnisse niemals ein, um die politische Stimmung zu manipulieren.«

Google-Dementi

Google dementierte die Angaben des Präsidenten. Das Ziel der Suchmaschine sei, den Nutzern schnellstmöglich die relevantesten Resultate zu ihren Anfragen zu geben, erklärte der im kalifornischen Mountain View ansässige Konzern. "Jedes Jahr fügen wir unseren Algorithmen Hunderte Verbesserungen zu, um sicherzustellen, dass sie qualitativ hochwertige Antworten als Reaktion auf Nutzerfragen liefern."

Regulierung voraus?

Später sagte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, das Weiße Haus schaue sich an, ob Google-Suchen einer Regulierung durch die US-Regierung unterliegen sollten.

Dies wäre erstaunlich, da Trump normalerweise stolz betont, Regulierung durch Behörden zurückgefahren zu haben, weil sie die Wirtschaft bremse. Allerdings unterstellen Trump und Unterstützer den Unternehmen des Silicon Valley bereits länger, voreingenommen gegenüber Konservativen zu sein. Obwohl einige betroffene Geschäftsführer sich tatsächlich im liberalen politischen Spektrum ansiedeln mögen, haben sie stets betont, ihre Produkte seien vorurteilsfrei.

Versteht Trump Google?

Experten legten nahe, dass Trump möglicherweise nicht verstehe, wie Suchmaschinen funktionieren. Google-Suchen liefern die für einen Nutzer relevanten Sucherergebnisse - und zwar noch bevor dieser das Tippen in die Suchmaske beendet hat. Die ersten Treffer sind jene, die über Googles Algorithmen als die maßgeblichsten, informativsten und relevantesten beurteilt wurden. Viele Faktoren bestimmen die Suchergebnisse, darunter etwa, wie viel Zeit Nutzer auf einer Seite verbringen, wie diese gestaltet ist und wie viele andere Seiten verlinkt sind.

bs