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Trübes IPO-Jahr Chartserie

<strong>Traton</strong><br/>Die Hoffnung, dass die VW-Tochter zum Eisbrecher bei Börsengängen wird, erfüllte sich nicht. VW musste kräftige Zugeständnisse an die Investoren machen und gab die Aktien am unteren Ende der Preisspanne aus. Doch auch das half nicht. Die Aktien des Lastwagenbauers floppten bereits am ersten Handelstag. Aktuell notieren die Titel gut acht Prozent unter ihrem Ausgabekurs von 27 Euro.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Traton
Die Hoffnung, dass die VW-Tochter zum Eisbrecher bei Börsengängen wird, erfüllte sich nicht. VW musste kräftige Zugeständnisse an die Investoren machen und gab die Aktien am unteren Ende der Preisspanne aus. Doch auch das half nicht. Die Aktien des Lastwagenbauers floppten bereits am ersten Handelstag. Aktuell notieren die Titel gut acht Prozent unter ihrem Ausgabekurs von 27 Euro.

Trübes IPO-Jahr Chartserie

<strong>Traton</strong><br/>Die Hoffnung, dass die VW-Tochter zum Eisbrecher bei Börsengängen wird, erfüllte sich nicht. VW musste kräftige Zugeständnisse an die Investoren machen und gab die Aktien am unteren Ende der Preisspanne aus. Doch auch das half nicht. Die Aktien des Lastwagenbauers floppten bereits am ersten Handelstag. Aktuell notieren die Titel gut acht Prozent unter ihrem Ausgabekurs von 27 Euro.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Traton
Die Hoffnung, dass die VW-Tochter zum Eisbrecher bei Börsengängen wird, erfüllte sich nicht. VW musste kräftige Zugeständnisse an die Investoren machen und gab die Aktien am unteren Ende der Preisspanne aus. Doch auch das half nicht. Die Aktien des Lastwagenbauers floppten bereits am ersten Handelstag. Aktuell notieren die Titel gut acht Prozent unter ihrem Ausgabekurs von 27 Euro.

<strong>Global Fashion Group</strong><br/>Ein noch größerer Flop war das IPO des Online-Modehändlers Global Fashion Group. Der Aktienkurs halbierte sich seit dem Börsengang im Sommer. Aktuell notieren die Papiere bei 2,02 Euro. Der Ausgabepreis hatte bei 4,50 Euro gelegen. Nur mit Mühe gelang der IPO. Sie mussten die Zeichnungsfrist verlängern und den Preis der Aktien drastisch senken. Dabei stützten die beiden Großaktionäre, Rocket Internet und Kinnevik, noch die Emission. Sie zeichneten GFG-Aktien für zusammen 110 Millionen Euro. Letztlich brachte der Börsengang nur knapp 200 Millionen Euro an Erlösen – statt der erhofften 400 Millionen Euro. Der Online-Modehändler steckt tief in den roten Zahlen. Ziel ist es, den Erfolg von Zalando zu wiederholen. : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Global Fashion Group
Ein noch größerer Flop war das IPO des Online-Modehändlers Global Fashion Group. Der Aktienkurs halbierte sich seit dem Börsengang im Sommer. Aktuell notieren die Papiere bei 2,02 Euro. Der Ausgabepreis hatte bei 4,50 Euro gelegen. Nur mit Mühe gelang der IPO. Sie mussten die Zeichnungsfrist verlängern und den Preis der Aktien drastisch senken. Dabei stützten die beiden Großaktionäre, Rocket Internet und Kinnevik, noch die Emission. Sie zeichneten GFG-Aktien für zusammen 110 Millionen Euro. Letztlich brachte der Börsengang nur knapp 200 Millionen Euro an Erlösen – statt der erhofften 400 Millionen Euro. Der Online-Modehändler steckt tief in den roten Zahlen. Ziel ist es, den Erfolg von Zalando zu wiederholen.

<strong>Teamviewer</strong><br/>Die schwäbischen Software-Tüftler retteten das IPO-Jahr. Mit 2,2 Milliarden Euro erzielte Teamviewer mehr als die Hälfte des gesamten deutschen IPO-Emissionsvolumens von knapp vier Milliarden Euro 2019. Es war der größte Tech-Börsengang seit dem Jahr 2000. Anfangs tat sich Teamviewer noch recht schwer. Erst <a href="" externalId="0ed132b3-3844-4631-ad7c-eeea33065df1">die glänzenden Quartalszahlen Mitte November hievten</a> die Aktie über den Ausgabekurs von 26,25 Euro. Zeitweise waren die Papiere nur noch 21,38 Euro wert. Mehrere Analysten halten Teamviewer für unterbewertet. Der Börsenneuling liefert Software zur Fernwartung von Computern. Davon profitieren Computernutzer, deren Rechner abgestürzt ist. Die Software von Teamviewer hilft den Service-Hotline-Mitarbeitern, das Problem per Fernschalte zu beheben.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 3 Monate

Teamviewer
Die schwäbischen Software-Tüftler retteten das IPO-Jahr. Mit 2,2 Milliarden Euro erzielte Teamviewer mehr als die Hälfte des gesamten deutschen IPO-Emissionsvolumens von knapp vier Milliarden Euro 2019. Es war der größte Tech-Börsengang seit dem Jahr 2000. Anfangs tat sich Teamviewer noch recht schwer. Erst die glänzenden Quartalszahlen Mitte November hievten die Aktie über den Ausgabekurs von 26,25 Euro. Zeitweise waren die Papiere nur noch 21,38 Euro wert. Mehrere Analysten halten Teamviewer für unterbewertet. Der Börsenneuling liefert Software zur Fernwartung von Computern. Davon profitieren Computernutzer, deren Rechner abgestürzt ist. Die Software von Teamviewer hilft den Service-Hotline-Mitarbeitern, das Problem per Fernschalte zu beheben.

<strong>Frequentis</strong><br/>Sehen lassen kann sich die IPO-Bilanz von Frequentis. Die Aktie notiert rund neun Prozent über ihrem Ausgabekurs von 18 Euro. Frequentis war der erste Börsengang dieses Jahres in Deutschland. Gleichzeitig ging das Unternehmen auch in seiner Heimat Wien an die Börse, dort lag der Ausgabekurs bei 18,10 Euro. Der österreichische IT-Dienstleister kontrolliert den Weltmarkt bei Sprachkommunikationssystemen für die Flugsicherung. Den Rest des Umsatzes steuern Kommunikationssysteme für Leitzentralen von Polizei, Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Bahn bei. Die Hälfte der ausgegebenen Aktien stammt aus dem Bestand des Mehrheitsgesellschafters Johannes Bardach. Die Familie hält nach dem IPO weiter die Mehrheit an Frequentis.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Frequentis
Sehen lassen kann sich die IPO-Bilanz von Frequentis. Die Aktie notiert rund neun Prozent über ihrem Ausgabekurs von 18 Euro. Frequentis war der erste Börsengang dieses Jahres in Deutschland. Gleichzeitig ging das Unternehmen auch in seiner Heimat Wien an die Börse, dort lag der Ausgabekurs bei 18,10 Euro. Der österreichische IT-Dienstleister kontrolliert den Weltmarkt bei Sprachkommunikationssystemen für die Flugsicherung. Den Rest des Umsatzes steuern Kommunikationssysteme für Leitzentralen von Polizei, Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Bahn bei. Die Hälfte der ausgegebenen Aktien stammt aus dem Bestand des Mehrheitsgesellschafters Johannes Bardach. Die Familie hält nach dem IPO weiter die Mehrheit an Frequentis.

IPO - Eine Hand mit der Börsenglocke

Wird 2020 besser?
2020 könnte ein besseres IPO-Jahr werden. Experten hoffen angesichts des zuletzt gut gelaufenen Gesamtmarktes auf deutlich mehr Neuemissionen. "Wir erwarten eine hohe einstellige Zahl von Börsengängen in Deutschland", sagt Investmentbanker Stefan Weiner von JPMorgan. Er kann sich drei bis vier große IPOs im Milliardenbereich vorstellen. Wenn der Brexit überstanden sei und die US-Präsidentschaftswahlen näher rücken, könnte das Umfeld für Börsengänge wieder besser werden, glaubt IPO-Experte Martin Steinbach von EY. Als mögliche Börsenkandidaten gelten die Aufzugsparte von Thyssenkrupp, die Energiesparte von Siemens und der Öl- und Gaskonzern Wintershall-Dea, den BASF abspaltet.