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Gewinne schmelzen weiter Trübe Aussichten bei Uniper

Stand: 12.03.2019, 08:49 Uhr

Gerade hatte sich die Aktie der ehemaligen Eon-Sparte gut von den Tiefständen der vergangenen Jahre erholt. Da belasten neue gesenkte Gewinnerwartungen den Kurs wieder.

Am Dienstagmorgen startet der Titel zunächst mit nur kleinen Verlusten. Anleger könnte die Dividendenaussage von Uniper beruhigen. Das Unternehmen will trotz bröckelnder Ergebnisse und schwacher Aussichten die Ausschüttung von 74 auf 90 Cent je Aktie für das vergangene Jahr steigern.

Verlust wird kleiner, mehr nicht

Dabei hat die ehemalige Eon-Tochter, die inzwischen zu knapp 50 Prozent zum finnischen Energiekonzern Fortum gehört, im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 452 Millionen Euro ein gefahren. Das ist immerhin weniger als die 656 Millionen Euro, die man ein Jahr zuvor verschmerzen musste. Verantwortlich waren die Abschreibungen auf die Kraftwerke Datteln 4 und Provence 4 sowie auf das deutsche Gasspeicherportfolio. Dazu kamen negative Bewertungseffekte aus Rohstoffderivaten.

Uniper: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei 2018 um gut ein Fünftel auf 865 Millionen Euro geschrumpft, teilten die Düsseldorfer am Dienstag mit. Das lag etwas unter den Analystenschätzungen. Ursache für den Rückgang seien etwa die Stilllegung von Kraftwerken und der Wegfall der Einnahmen aus der verkauften Beteiligung an dem sibirischen Gasfeld Juschno Russkoje gewesen, erläuterte Uniper.

Hoffnung auf den Strompreis

Uniper rechnet für das neue Geschäftsjahr mit einem weiteren operativen Ergebnisrückgang. Das bereinigte operative Ergebnis soll 550 Millionen bis 850 Millionen Euro betragen, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Grund ist der Wegfall von positiven Einmaleffekten, zudem werden Absicherungsgeschäfte für Flüssiggas (LNG) realisiert. Höhere Strompreise sollen dies jedoch teilweise kompensieren. Der Kraftwerksbetreiber strebt erneut eine höhere Ausschüttungssumme an.

Seit dem Börsengang im Jahr 2016 hat sich die Aktie des Energieunternehmens deutlich nach oben geschraubt. Das lag aber auch am Einstieg der finnischen Fortum. Fortum hat im vergangenen Jahr die Eon-Beteiligung von 46,65 Prozent übernommen. Der Dax-Konzern hatte dafür rund 3,8 Milliarden Euro übernommen.

AB