Toyota-Logo an einem Yaris

Trotz starkem China-Geschäft Toyota kassiert Gewinnprognose

Stand: 06.02.2019, 09:54 Uhr

Überraschung aus Tokio: Der japanische Autobauer Toyota, die Nummer drei in der Branche, hat seine Gewinnprognose für das im März endende Geschäftsjahr drastisch gesenkt, obwohl es beim Absatz eigentlich gut läuft.

Den Aussagen zufolge dürfte der Reingewinn zum Bilanzstichtag 31. März auf 1,8 Billionen Yen (16 Milliarden Euro) sinken. Das wäre ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Bisher hatte der Branchenprimus unter dem Strich mit 2,3 Billionen Yen gerechnet. An Umsatz werden jedoch weiterhin 29,5 Billionen Yen (268 Milliarden Euro) erwartet.

Als Grund werden Verluste bei Geschäften mit Wertpapieren angegeben. Details nannte der Konzern nicht. Die Investoren reagierten überrascht und enttäuscht, denn operativ lief es für Toyota gut - im Gegensatz zu den deutschen Autoherstellern.

Ergebnisprognose bekräftigt

So bekräftigte Toyota für das im März endende Geschäftsjahr die Prognose eines Betriebsergebnisses von 2,4 Billionen Yen (gut 19 Milliarden Euro). Im Zeitraum Oktober bis Dezember kletterte das Ergebnis leicht um 0,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet.

Den Absatz steigerte der nach Volkswagen und der französisch-asiatischen Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi weltweit drittgrößte Autobauer im Zeitraum Oktober bis Dezember vor allem in Asien und konnte damit einen Verkaufsrückgang in Nordamerika wettmachen. Während die Auslieferungen in der Heimatregion einschließlich China um rund 15 Prozent auf 464.000 Fahrzeuge sprangen, schrumpften sie in Nordamerika um sieben Prozent auf 680.000 Stück. Insgesamt verkaufte Toyota in seinem dritten Geschäftsquartal weltweit gut 2,7 Millionen Fahrzeuge, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

China bleibt wachsender Markt

Auch China bleibt für Toyota ein wachsender Markt. Im vergangenen Jahr verkaufte der größte japanische Autobauer in der Volksrepublik mit 1,47 Millionen Fahrzeugen 14 Prozent mehr als im Vorjahr. 2019 will Toyota den Absatz in dem Land auf 1,6 Millionen Wagen steigern. Damit hebt sich der japanische Vorzeigekonzern von vielen Konkurrenten ab, die wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA mit schrumpfenden Verkaufszahlen zu kämpfen haben.

Insgesamt peilt der Hersteller des Prius, zu dem auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, für das laufende Geschäftsjahr eine Rekordproduktion von 10,55 Millionen Fahrzeugen an, 50.000 mehr als im Vorjahr.

lg/rtr/dpa