Pizzaherstellung bei Freiberger

Buon Appetito Tiefkühlpizzen retten Südzucker

Stand: 09.07.2020, 07:54 Uhr

In der Corona-Krise waren viele gezwungen, sich so gut es geht daheim zu versorgen. Für Südzucker eine lukrative Zeit: Die Nachfrage nach Fertiggerichten und Tiefkühlpizzen stieg sprunghaft an. Das sieht man an den Zahlen.

Europas größter Zuckerkonzern Südzucker sieht sich trotz aller Verwerfungen in der Corona-Krise auf Kurs zu einem kräftigen Ergebnissprung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 verbesserte sich das operative Ergebnis auf 61 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 47 Millionen gewesen. Der Umsatz stagnierte allerdings bei 1,67 Milliarden Euro.

Im Zuckergeschäft hielt Südzucker dank Preiserhöhungen den Verlust in Grenzen, obwohl die geringere Nachfrage aus der zuckerverarbeitenden Industrie infolge der Laden- und Restaurantschließungen die positiven Effekte von Hamsterkäufen schnell überlagerte.

Südzucker Zuckerrübenernte

Südzucker: Zuckerrübenernte. | Bildquelle: Unternehmen

Tiefkühlpizza sehr gefragt

Auch in der mittlerweile größten Sparte Spezialitäten zeigte die Krise gegenläufige Effekte, die aber unter dem Strich Umsatz und operatives Ergebnis anschoben. Während die Nachfrage nach Tiefkühlpizza und Ballaststoffen während der Ausgangsbeschränkungen sprunghaft stieg, brach der Absatz von abgepackten Portionsartikeln etwa für die Gastronomie ein.

Bei der Tochter CropEnergies fiel die geringere Nachfrage nach Kraftstoffen stärker ins Gewicht als die Zuwächse bei Ethanol für Desinfektionsmittel.

Aktie gut erholt

An der Prognose für das Geschäftsjahr hält Südzucker fest: Der Umsatz soll auf 6,9 bis 7,2 Milliarden Euro steigen, getrieben vor allem von der Zucker-Sparte. Das operative Ergebnis soll infolge der Erholung bei den Zuckerpreisen auf 300 bis 400 Millionen Euro zulegen - wenn infolge der Corona-Pandemie nichts mehr dazwischenkommt.

Die im SDax gelistete Aktie legt um rund ein halbes Prozent zu und kostet aktuell etwas weniger als 15 Euro. Der Tiefpunkt des Papiers in der Corona-Krise lag bei 9,97 Euro. Bevor der Absturz begann, hatten Südzucker über die Marke von 17 Euro gelugt.    

ts