Halbleiter

Interface Mikrochips von Texas Instruments

Waschmaschinen und Autos TI macht Hoffnung

Stand: 25.01.2017, 08:21 Uhr

Der US-Chipkonzern Texas Instruments steht offenbar vor einem sehr robusten Geschäftsjahr 2017. Der Ausblick, den das Unternehmen am Vorabend veröffentlichte, wurde garniert mit guten Quartalsergebnissen und dürfte der gesamten Branche Auftrieb geben.

Der Konzern beliefert die Autoindustrie mit seinen Halbleiter-Produkten ebenso wie Hersteller von Alltagsgeräten wie Waschmaschinen und Fernseher. Die sind mit immer mehr Chips vollgestopft, die die Geräte "intelligenter" werden lassen. Auch in Medizintechnik-Produkten stecken die die Schaltkreise der US-Amerikaner.

Besser als gedacht

Die Zahlen, vor allem aber der Ausblick des Unternehmens, der am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde, ist damit ein Hinweis nicht nur für die Halbleiter-Branche, sondern auch für die Elektroindustrie: Texas Instruments hat seine Aussichten für das laufende erste Quartal über die bisherigen Analystenschätzungen hochgeschraubt: Beim Gewinn je Aktie traut sich das Unternehmen 78 bis 88 Cents zu. Der Umsatz soll zwischen 3,17 und 3,43 Milliarden Dollar liegen.

Im Schlussquartal 2016 ist die Nachfrage von Seiten der Kundschaft offenbar schon einmal ordentlich angesprungen. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu, laut Firmenchef Rich Templeton vor allem dank der steigenden Nachfrage aus der Autoindustrie. Auf der Ergebnisseite schaffte man sogar eine Steigerung um 25 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar.

Aktie ist ein Renner

Die TI-Aktie war bereits im regulären US-Handel deutlich gestiegen und litt am Abend im nachbörslichen Geschäft leicht unter Gewinnmitnahmen. Der Titel ist auf Sicht der vergangenen zwölf Monate blendend gelaufen und hat in diesem Zeitraum rund 35 Prozent zugelegt. Die Halbleiter-Branche steht laut Experten ingesamt vor einem guten Geschäftsjahr. Vor allem Hersteller, die in den Bereichen Cloud Computing oder Internet of Things vertreten sind oder die Autoindustrie beliefern, dürften davon profitieren. Dazu gehört auch der Dax-Konzern Infineon.

AB