Thyssenkrupp Quartier
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Aktionärsschützer sehen Thyssenkrupp-Pläne kritisch

Stand: 13.05.2019, 07:44 Uhr

Für Thyssenkrupp wird es nach dem Aus der Fusionspläne im Stahlbereich nach Ansicht von Anlegervertretern noch schwieriger. "Man kann am neuen Ausmaß des Stellenabbaus ermessen, wie wichtig der indische Konkurrent Tata als Fusionspartner gewesen ist", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer, der Deutschen Presse-Agentur.

Den neuen Vorstandsplan, die profitable Aufzugssparte an die Börse zu bringen, sieht Hechtfischer eher als Notlösung. "Thyssenkrupp braucht das Geld, aber auch die Dividende. Die allerbeste Lösung scheint das nicht zu sein", meinte er. Die Gewinnausschüttung des "Prunkstücks" Aufzugssparte müsste man sich künftig mit anderen Aktionären teilen.

Unterdessen will Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff auch nach dem gescheiterten Stahl-Joint-Venture mögliche Partnerschaften im Auge behalten. "Natürlich schauen wir, ob es beim Stahl alternative Konsolidierungsoptionen gibt", sagte er dem "Handelsblatt".