Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz

ThyssenKrupp-Chefin hält Staatsbeteiligung für eine Option

Stand: 12.10.2020, 14:24 Uhr

Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz hält eine Beteiligung des Staates an der schwächelnden Stahlsparte für eine Möglichkeit. "Eine Staatsbeteiligung ist eine Option", sagte Merz am Montag. "Aber eine Staatsbeteiligung kann auch einhergehen mit anderen Optionen. Was ich möchte ist eine langfristige Lösung für Thyssenkrupp", so die Mangerin weiter.

Die Stahlindustrie muss aus Sicht der Bundesregierung ihre Position gegenüber internationalen Konkurrenten verbessern. Dafür seien neue "Wettbewerbsmodelle" nötig, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Verwiesen wurde auf Aussagen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier aus der vergangenen Woche. Das Problem sei nicht in erster Linie über Staatsbeteiligungen zu lösen.

Die Branche stehe vor einem riesigem Umbruch. Dies hänge mit dem Überangebot auf den internationalen Märkten, aber auch dem stärkeren Klimaschutz zusammen.