Thomas Cook Flugzeug

Thomas Cook setzt auch auf Staatshilfe

Stand: 22.09.2019, 10:30 Uhr

Der Überlebenskampf des britischen Reiseveranstalters hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Das Unternehmen mit Marken wie Neckermann oder Condor führt nun auch mit der britischen Regierung und potenziellen Investoren Gespräche über eine mögliche Rettung des angeschlagenen Reiseunternehmens. "Wir haben noch nicht aufgegeben", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Samstag.

Der älteste Touristikkonzern der Welt war bei seiner finanziellen Sanierung auf Schwierigkeiten gestoßen und bangt nun um sein Überleben. Banken fordern zusätzlich zu einem schon ausgehandelten 900 Millionen Pfund (knapp eine Milliarde Euro) schweren Rettungspaket zusätzlich 200 Millionen Pfund.

Sollte Thomas Cook das Geld nicht beschaffen können, könnte der Konzern Gläubigerschutz beantragen müssen. Thomas Cook, weltweit die Nummer zwei nach TUI, war durch eine milliardenschwere Abschreibung auf ein britisches Tochterunternehmen und ein schwächeres Reisegeschäft ins Schleudern geraten.