Texas Instruments-Zentrale in Dallas, Texas, USA

Chipbranche in Schwierigkeiten? Warnsignal von Texas Instruments

Stand: 24.01.2019, 07:40 Uhr

Der Chiphersteller Texas Instruments erlebt den ersten Umsatzrückgang seit dem ersten Quartal 2016. Da die Chipbranche gerne als Konjunkturindikator herangezogen wird, geben die Ergebnisse zu denken.

Schließlich sind Chips mittlerweile in einer Masse von Produkten integriert. Texas Instruments produziert vor allem für die Industrie- und die Automobilbranche. Gerade in der Autobranche gab es zuletzt doch einige Warnzeichen, insbesondere aus China.     

Das Unternehmen liefert daneben Chips, die Alltagsgeräte wie Fernseher und Waschmaschinen, aber auch Medizinapparate steuern. Außerdem produziert der Konzern digitale Signalprozessoren, die bei der Verarbeitung von Audio- und Videosignalen benötigt werden.

Texas Instruments-CEO Richard K. Templeton

Texas Instruments-CEO Richard K. Templeton. | Bildquelle: Texas Instruments

Die Nachfrage wird schwächer

Immerhin hat der US-Chipkonzern im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Überschuss sei auf 1,24 Milliarden Dollar geklettert von 344 Millionen Dollar Vorjahreszeitraum, teilte der Infineon-Rivale mit. Grund für den Anstieg seien deutlich niedrigere Rückstellungen für Ertragssteuern gewesen.

Das mag zwar erfreulich sein, aber die Nachricht ist wohl eher der Umsatzrückgang. Die Erlöse sanken um ein Prozent auf 3,72 Milliarden Dollar. Texas Instruments führte dies auf eine sinkende Nachfrage nach Speicherchips in fast allen Märkten zurück. Schon bei der Vorlage der Zahlen zum vorhergehenden Quartal hatte TI vor einer schwächeren Nachfrage gewarnt. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China wirkte sich Unternehmensangaben zufolge negativ aus.

Im laufenden Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 3,34 und 3,62 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,30 bis 1,21 Dollar. Analysten erwarten bisher 3,6 Milliarden beziehungsweise 1,21 Dollar. Trotzdem legte der Aktienkurs von TI in einer ersten Reaktion um mehr als ein Prozent zu.

ts