Texas Instruments, Texas
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Alarmsignal aus der Chip-Branche Texas Instruments schockt die Anleger

Stand: 23.10.2019, 14:41 Uhr

Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat mit einem trüben Ausblick auf das Schlussquartal die Anleger geschockt. Die Aktien von TI sacken ab – und ziehen auch viele andere Tech-Werte, darunter Infineon, in den Keller.

Nun bekommt auch der Chip-Riese aus Dallas in Texas den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit und die schwächere globale Nachfrage zu spüren. Im dritten Quartal ging der Gewinn auf 1,43 Milliarden Dollar zurück - nach 1,57 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte gar um 11,5 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar.

Für das laufende Quartal zeigt sich Texas Instruments noch pessimistischer. Das Unternehmen warnte vor einem Ergebnis deutlich unter den Markterwartungen. Der Umsatz werde nur bei 3,07 bis 3,33 Milliarden Dollar liegen. Analysten hatten mit 3,59 Milliarden Dollar gerechnet.

Stimmungsbarometer für die gesamte Tech-Branche

Dieser trübe Ausblick komme zwar nicht völlig überraschend, belasterw aber die Stimmung im gesamten Sektor, sagte ein Börsianer. Texas Instruments (TI) ist eine Art Barometer für die gesamte Branche. Denn der Konzern stellt Chips für eine Vielzahl von Produkten her - zum Beispiel für Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Fahrzeugsteuerungen.

Infineon, STMicro und Aixtron leiden mit

Die Aktie von TI bricht vorbörslich um neun Prozent ein. Im Sog des Chipherstellers fallen auch die Aktien der Wettbewerber wie Infineon und STMicro um über zwei Prozent. Die Aktien des Chipindustrie-Ausrüster Aixtron büßen über drei Prozent ein. Aixtron legt am morgigen Donnerstag selbst Quartalszahlen vor.

Die meisten Technologiewerte geraten am Donnerstag unter Verkaufsdruck. Der europäische Branchenindex verliert ein Prozent. Auch der TecDax gibt um über ein Prozent nach.

nb