Model S, Model X, Model 3, Model Y (von lInks nach rechts)

"Unbeabsichtigte Beschleunigung" Petition: Tesla sieht Leerverkäufer am Werk

Stand: 21.01.2020, 17:13 Uhr

Der E-Autobauer Tesla weist Berichte über eine unabsichtliche Beschleunigung seiner Fahrzeuge zurück. Am Freitag hatte die Behörde für Verkehrssicherheit angekündigt, eine Petition zu überprüfen, in der der Rückruf hunderttausender Teslas gefordert wurde.

In den vergangenen Tagen kursierten Meldungen, wonach bei einigen Tesla-Modellen eine "unbeabsichtige Beschleunigung" aufgetreten sei. Eine entsprechende Petition mit 127 Verbraucherbeschwerden soll bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) eingereicht worden sein. Diese leitete daraufhin eine Untersuchung ein. In der Petition wurde der Rückruf von 500.000 Teslas gefordert. Viele der betroffenen Tesla-Fahrer berichteten, dass ihr Fahrzeug plötzlich beschleunigt habe, während sie parken wollten.

Petition "komplett falsch"

Nun hat sich der Autohersteller selbst zu den Vorwürfen geäußert. Die Petition für die Ermittlungen sei "komplett falsch und von einem Leerverkäufer von Tesla eingebracht worden", schrieb Tesla auf seinem Firmenblog. Tesla unterstellt somit indirekt, dass der Short Seller mithilfe falscher Behauptungen einen Kurssturz der Aktie herbeiführen wollte.

Tesla Model 3

Tesla Model 3. | Bildquelle: picture alliance/AP Images

In dem Blogeintrag des Unternehmens heißt es weiter, Tesla untersuche jeden Vorfall, bei dem eines ihrer Fahrzeuge automatisch beschleunigt haben soll. "In allen Fällen, in denen uns die Daten des Fahrzeuges vorlagen, bestätigen wir, dass das Auto wie geplant funktionierte."

Enge Zusammenarbeit mit der Verkehrssicherheitsbehörde

Der Autobauer teilte auch mit, dass er eng mit der Verkehrssicherheitsbehörde zusammenarbeite und regelmäßig derartige Kundenbeschwerden überprüfe. "In den letzten Jahren haben wir mit der NHTSA die meisten der in der Petition aufgelisteten Beschwerden diskutiert" und "in jedem Fall, den wir mit ihnen überprüften, bewiesen die Daten, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß funktionierte", heißt es weiter.

Tesla-Aktie wieder auf Rekordjagd

Die Meldung stoppte in der vergangenen Woche den Höhenflug der Tesla-Aktie. Mittlerweile hat sie an ihre Rekordjagd aber wieder angeknüpft. Pierre Ferragu von New Street Research hält mit Blick auf die kommenden Jahre einen Tesla-Kurs von bis zu 1.700 Dollar für möglich. Zugleich rechnet der Analyst aber weiterhin mit einem heftigen Kampf zwischen den Bullen und Bären am Markt. Am Dienstag nehmen die Anleger aber zunächst das extreme Kursziel zum Anlass zu weiteren Käufen.

ms