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Aktie unter Druck Tesla warnt vor "sehr schwieriger" Zukunft

Stand: 18.01.2019, 15:56 Uhr

Der Elektroautobauer will sieben Prozent seiner Stellen streichen, gleichzeitig aber die Produktion des Model 3 erhöhen. Die verunsicherten Anleger gehen in Deckung.

Die Tesla-Aktie verliert zu Handelsbeginn an der Nasdaq fast neun Prozent. Dabei erklärte Tesla-Chef Elon Musk, der Jobabbau von rund sieben Prozent der Belegschaft - 3.000 Stellen - diene dem Ziel, Kosten zu senken und auf diese Weise nachhaltig profitabel zu sein.

"Tesla muss diese Einschnitte bei der Belegschaft machen und dennoch in den kommenden Monaten die Produktionsrate des Model 3 wie geplant erhöhen", schrieb Tesla-Chef Elon Musk in einer Email an seine Mitarbeiter. "Es gibt keine Alternative dazu", fügte Musk an. Zugleich müssten die Produktionslinien und Methoden weiter verbessert werden. Man werde außerdem nur noch an den wichtigsten Zulieferern festhalten.

Model 3 soll billiger werden

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Diese Maßnahmen sollen es Tesla ermöglichen, sein Model 3 in der Standardversion für 35.000 Dollar anzubieten und so mehr Kunden zu gewinnen. Derzeit liegt der Einstiegspreis bei 44. 000 Dollar. Zuvor hatte das "Wall Steet Journal" über den Stellenabbau berichtet. Zuletzt hatte Musk im Juni den Abbau von 3.500 Stellen angekündigt.

Musk schraubte zudem die Erwartungen an das laufende Quartal herunter. "Der Weg, der vor uns liegt, ist sehr schwierig", schrieb Musk in der Mail an seine Mitarbeiter. Dieses Quartal werde es Tesla "hoffentlich erlauben, mit großen Schwierigkeiten, Anstrengungen und ein bisschen Glück" einen "kleinen Gewinn" zu erzielen, hieß es in der aktuellen Mitteilung. Im dritten Quartal hatte Tesla noch mit 312 Millionen Dollar den größten Gewinn der Unternehmensgeschichte eingefahren.

Schwächere Auslieferungszahlen

Tesla Model 3

Tesla Model 3. | Bildquelle: Imago

Tesla hatte erst Anfang Januar mit schwächeren Auslieferungszahlen enttäuscht. Demnach brachte der Autohersteller im vierten Quartal weniger Elektroautos an die Kundschaft als erwartet. Der Konzern lieferte insgesamt 90.700 Fahrzeugen aus, davon entfielen 63.150 Stück auf den Hoffnungsträger Model 3.

Auch wenn Tesla sich damit im Jahresvergleich um mehr als das Dreifache steigerte und neue Rekordwerte erreichte, war an der Wall Street mit stärkeren Zahlen gerechnet worden. Damit setzt Tesla die seit zwei Jahren anhaltende Serie von Hiobsbotschaften und Erfolgsmeldungen fort. Entsprechend volatil und zerklüftet zeigt sich der Chart. So schwankt die Aktie zwischen 385 und 250 Euro hin und her.

lg/dpa/rtr