Tesla-Chef Elon Musk

Aktie macht Freudensprung Triumph für Tesla

Stand: 30.01.2020, 07:27 Uhr

Tesla kommt immer mehr in Fahrt. Dank hoher Nachfrage in Europa und China schließt der US-Elektroautobauer das zweite Quartal in Folge mit einem Gewinn ab. Und die Zukunft scheint rosig: Die Auslieferungen sollen 2020 massiv steigen.

Im laufenden Jahr will Tesla mehr als 500.000 Fahrzeuge ausliefern. Im vergangenen Jahr waren es noch 367.500 Autos. Der Nettogewinn belief sich den Angaben zufolge in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 105 Millionen Dollar. Das ist zwar ein Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent, aber mehr als Marktbeobachter erwartet hatten. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um zwei Prozent auf 7,38 Milliarden Dollar und übertraf ebenfalls die Erwartungen.

Gigafabriken in Europa und China

Die anfänglichen Produktionsprobleme hat der Konzern offenbar immer besser im Griff. In der ersten Gigafabrik in China ist unlängst die Fertigung angelaufen, mit der Unternehmenschef Elon Musk den weltgrößten Markt für E-Autos erobern will. In der Rekordzeit von weniger als einem Jahr nach Baubeginn des zwei Milliarden Dollar teuren Werks in Shanghai hatte Tesla Ende Dezember die ersten Fahrzeuge ausgeliefert.

Tesla-Gigafactory in Shanghai

Tesla-Gigafactory in Shanghai. | Bildquelle: picture alliance/MAXPPP

Nachbörslich mehr als 600 Dollar

Für die Anleger sind das Nachrichten, auf die sie gewartet haben. Die Tesla-Aktie schoss nach Börsenschluss in New York 13 Prozent in die Höhe auf 654 Dollar. Erstmals übersprang sie damit die 600-Dollar-Hürde. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 39 Prozent zugelegt, seit Herbst hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Mit einem Börsenwert von zuletzt knapp 105 Milliarden Dollar wird Tesla am Finanzmarkt inzwischen deutlich höher gehandelt als die beiden an Produktion und Marktanteilen gemessen größten US-Hersteller General Motors (GM) und Ford zusammen. Erst vor wenigen Tagen hat Tesla es zudem geschafft, wertvoller als Volkswagen zu sein.

Die erste Gigafabrik in Europa soll in Grünheide vor den Toren Berlins entstehen. Dort sollen in der vollen Ausbaustufe jährlich sogar eine halbe Million Elektroautos für den Export nach Europa vom Band rollen. Den Vertrag zum Erwerb des rund 300 Hektar großen Grundstücks brachten der Konzern und das Land Brandenburg vor Kurzem unter Dach und Fach. Der Zeitplan sieht vor, dass dort bereits 2021 die ersten E-Autos vom Band rollen. In der Hauptstadt will Tesla zudem ein Ingenieurs- und Designzentrum hochziehen.

ts/dpa/rtr

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Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.