Besucher der Model-3-Präsentation fotografieren den neuen Tesla

Meckern über Musk "Forbes" meint: Tesla hat "total versagt"

Stand: 26.08.2019, 13:27 Uhr

Das US-Magazin "Forbes" hat den Elektroautokonzern Tesla ins Visier genommen, und knöpft sich auch Elon Musk vor. Das Ergebnis dürfte dem Boss nicht gefallen. Und ein wichtiger Investor möchte Musk ablösen lassen. Immerhin in NRW herrscht eine gewisse Freude über Tesla.

Tesla prüft einem Zeitungsbericht zufolge bei der Suche nach einem Fabrik-Standort offenbar auch Möglichkeiten in Nordrhein-Westfalen. Eine Begehung etwaiger Flächen habe es bereits gegeben, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf informierte Kreise. Tesla-Sprecher in Europa waren für eine Stellungnahme allerdings nicht erreichbar.

Tesla-Chef Elon Musk hatte im April getwittert, der Elektroauto-Pionier erwäge den Bau einer Fabrik in Deutschland. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hatte vor wenigen Tagen erklärt, Tesla habe sich auch in seinem Bundesland nach einem Standort umgesehen.

Elon Musk: Tausendsassa oder nicht?

Unterdessen setzt sich das US-Magazin "Forbes" sachlich mit der Bilanz des Unternehmens Tesla, dem Aktienkurs und mit den Fähigkeiten Musks als Manager auseinander. Der Autor Jim Collins schreibt, von allen Formen der "Hagiographie" gegenüber Musk durch einige in der Finanzpresse sei die Behauptung, Tesla sei irgendwie ein finanzieller Erfolg, die lächerlichste.

Elon Musk, skeptisch

Elon Musk. | Bildquelle: picture alliance / AP Photo

Musks größte Fähigkeit sei es, Kapital zu sammeln, behauptet Collins. Und beim Vergleich der Geschäftszahlen aus dem zweiten Quartal 2014 mit dem zweiten Quartal 2019 schneide Tesla schlecht ab.

"Nicht notwendigerweise Hilfreich"

Auch von Investorenseite kommt frische Kritik: "Wir glauben nicht, dass Elon Musk unbedingt CEO sein muss", sagte James Anderson dem "Manager Magazin". Anderson ist Fondsmanager beim Vermögensverwalter Manager Baillie Gifford. Dem Fonds würden 7,5 Prozent der Tesla-Aktien gehören. Lediglich Vorstandschef und Gründer Elon Musk persönlich halte einen höheren Anteil.

Anderson zufolge sollte sich Musk verstärkt aus dem operativen Tagesgeschäft zurückziehen. Seine Einmischung in alle Belange sei nicht notwendigerweise hilfreich, zitiert ihn das "Manager Magazin".