Tesla-Chef Elon Musk
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Rückwirkende Rückerstattung Wie verzweifelt ist Tesla?

Stand: 23.07.2018, 17:17 Uhr

Der Elektroautobauer Tesla steht nach einem Bericht über angebliche finanzielle Hilfsersuchen bei Zulieferern an der Börse unter Druck. Die Aktie startete mit einem satten Minus in den US-Handel.

Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk habe Zulieferbetriebe gebeten, einen bedeutsamen Teil seit 2016 geleisteter Zahlungen zurückzuerstatten, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben.

Investition in die Zukunft des Unternehmens

In dem Brief werde dies als entscheidend für die Fortführung des Geschäfts sowie als Unterstützung bei Teslas Bemühen, profitabel zu werden, und als Investition in die Zukunft des Unternehmens dargestellt. Tesla bestätigte der Zeitung, sich um niedrigere Preise bei Zulieferern zu bemühen, ohne jedoch konkret auf das Memo einzugehen. Der Firma zufolge handelt es sich dabei um gängige Verhandlungspraxis, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Aberwitzig und verzweifelt

Experten sahen das zum Teil anders. "Es ist einfach aberwitzig und zeigt, dass Tesla momentan verzweifelt ist", zitierte die Zeitung einen langjährigen Branchenkenner. Tesla-Chef Musk hatte angekündigt, dass das Unternehmen im dritten und vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben werde. Seit Gründung 2003 hat Tesla noch nie einen Jahresgewinn geschafft. Der holperige Produktionsstart des Hoffnungsträger Model 3 verschlang zuletzt enorm viel Geld.

Erst Anfang Juni hatte Unternehmenschef Elon Musk angekündigt, neun Prozent der Stellen, das sind rund 4000 Mitarbeiter, zu streichen. Musk hatte auch erklärt, kein zusätzliches Kapital aufnehmen zu wollen.

Tesla kämpft vor allem mit den Produktion seines Model 3 - einem Elektro-Auto für den Massenmarkt. Es soll umgerechnet rund 30.000 Euro kosten.

Im frühen Handel in den USA gibt die Tesla-Aktie rund vier Prozent nach.

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