Tesla Model 3
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Folgen des Handelsstreits Tesla in China ausgebremst

Stand: 27.11.2018, 08:07 Uhr

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat für Tesla herbe Folgen. Die Umsätze des Elektroauto-Pioniers Tesla sind in der Volksrepublik im Oktober um 70 Prozent eingebrochen.

Tesla verkaufte auf dem weltgrößten Automarkt nur noch 211 Fahrzeuge, wie der chinesische Branchenverband mitteilte. Das ist besonders schmerzlich, da China nicht nur der größte Automarkt der Welt ist. Er ist auch der am schnellsten wachsende Markt für E-Autos, weil die Regierung die Elektromobilität stark fördert, um den Smog in den Städten zu bekämpfen.

Tesla ist von den Strafzöllen besonders betroffen, weil der amerikanische Konzern noch kein Werk in China hat. Er muss also jedes Auto, das er dort verkaufen will, importieren. Tesla plant allerdings ein Werk in der Nähe von Schanghai und treibt seine Investitionen entsprechend voran.

Schub durch das neue Werk

Die Produktion in dem neuen Werk soll in zwei bis drei Jahre aufgenommen werden und allmählich auf 500.000 Fahrzeuge jährlich steigen. Das neue Werk wurde möglich, als Peking im April beschlossen hatte, dass ausländische Autohersteller in China nicht länger Joint Ventures mit chinesischen Partnern eingehen müssen, um in der Volksrepublik zu produzieren.

In dem Handelsstreit mit den USA hatte China im Sommer die Zölle auf importierte US-Autos auf 40 Prozent erhöht. Um das zu kompensieren, hatte Tesla bereits vorige Woche angekündigt, die Preise für die Modelle X und S in China zu senken.

bs

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