Elon Musk
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Sabotage bei Tesla Alle gegen Elon Musk?!

Stand: 19.06.2018, 07:23 Uhr

Armer Elon! Der Tesla-Chef hat wirklich viele Feinde: die bösen Short-Seller, die böse Öl-Industrie – und jetzt sogar noch einen bösen Mitarbeiter aus den eigenen Reihen.

Es läuft zurzeit nicht wirklich rund für Tesla-Chef Elon Musk: tödliche Unfälle mit seinen Elektro-Boliden, Verluste in Serie, verfehlte Produktionsziele, Abwanderung von Führungskräften – die Liste der Negativnachrichten ist lang.

Seit gestern ist sie noch ein Stück länger geworden. Ein Mitarbeiter habe "umfassende und schädliche Sabotage" begangen, schrieb Musk den Tesla-Angestellten am Sonntagabend in einer E-Mail, die der US-Sender CNBC am Montag veröffentlichte.

Mysteriöse "dritte Parteien"

Der Angestellte hat laut Musk unter falschen Nutzernamen direkte Änderungen an Teslas Produktionssystem vorgenommen und große Mengen hochsensibler Daten an "unbekannte dritte Parteien" weitergegeben.

Sein Motiv sei eine gewünschte Beförderung gewesen, die ihm versagt wurde. Es werde nun untersucht, ob der Mitarbeiter mit "außenstehenden Organisationen" zusammengearbeitet habe.

Tesla S

Welche Prdoduktionslinie betroffen ist, sagte Musk nicht - hier das Model S von Tesla . | Bildquelle: Unternehmen

Wer wünscht Tesla "den Tod"?

"Wie Sie wissen, gibt es eine lange Liste von Organisationen, die Tesla den Tod wünschen", schrieb Musk. Er nannte als Beispiele Öl- und Erdgas-Konzerne, rivalisierende Autohersteller und Leerverkäufer an der Wall Street.

Das klingt ein bisschen nach Verfolgungswahn. Dabei könnte sich Musk doch einfach mit einem Blick auf den Tesla-Chart beruhigen. Der dürfte bei Panik-Attacken besser wirken als jeder Tranquilizer.

Ganz ruhig…

Denn Fakt ist: Trotz allen medialen Getöses haben die Short-Seller der Tesla-Aktie zuletzt wenig anhaben können. Viele Leerverkäufer dürften in den vergangenen Wochen sogar ordentliche Verluste mit ihrer Wette auf einen baldigen Kursverfall gemacht haben.

Die Aktie hat seit ihrem April-Tief bei 244,59 Dollar nämlich mächtig Gas gegeben und damit den Abwärtstrend seit dem Allzeithoch beendet. Mit der Überwindung der Hochpunkte vom Januar und März sandte der Titel ein technisches Kaufsignal. Das Rekordhoch vom September 2017 bei 389,61 Dollar rückt allmählich wieder in Sichtweite.

ag

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Die wichtigsten Stationen im Leben von Elon Musk Erst gemobbt, dann vergöttert

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Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.