Tesla-Logo auf einem Model S
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Zu hoher Verlust Tesla stürzt ab

Stand: 25.07.2019, 08:45 Uhr

Zwar hat Tesla im abgelaufenen Quartal so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie noch nie. Doch der Preis dafür ist hoch: Die enormen Kosten für die Produktion drückten Tesla tief in die Verlustzone. Die Anleger reagieren enttäuscht.

Die Aktien des Elektroauto-Pioniers stürzten nachbörslich um elf Prozent ab. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 20 Prozent gefallen, obwohl es zuletzt eine Weile wieder ziemlich steil bergauf gegangen war.

Über 400 Millionen Dollar Verlust

Tesla hatte die Börse zwar auf rote Zahlen eingestellt, doch mit einem so hohen Minus war nicht gerechnet worden. Der Verlust im zweiten Quartal betrug 408,3 Millionen Dollar (366,5 Millionen Euro). Das ist zwar fast die Hälfte weniger als vor einem Jahr, aber deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Vor einem Jahr lag das Minus bei 717,5 Millionen.

Auch das Umsatzwachstum konnte die Prognosen der Analysten nicht ganz erfüllen - trotz eines starken Anstiegs um fast 60 Prozent im Jahresvergleich auf 6,35 Milliarden Dollar. Analysten waren von 6,41 Milliarden Dollar ausgegangen.

Ehrgeiziges Auslieferungsziel für 2019 bestätigt

Das Auslieferungsziel von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte Tesla. "Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen", schrieb Firmenchef Musk in einem Brief an die Aktionäre. Experten sind skeptisch. In den ersten sechs Monaten hat Tesla lediglich knapp 160.000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, vor allem zu Jahresbeginn gab es große logistische Schwierigkeiten.

Schwarze Zahlen im dritten Quartal?

Für das laufende Quartal und das Gesamtjahr peilt der Elektroauto-Pionier die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Um noch in diesem Jahr den Turnaround zu erreichen, hat Tesla Mitarbeiter entlassen und Niederlassungen geschlossen. Das soll die Kosten senken. Auch die Autopreise wurden angepasst und in den vergangenen Monaten einige Modellvarianten aufgegeben.

nb

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