Elon Musk

Musks "Schnapsidee" stößt auf Widerstand Tequila-Streit mit Tesla

Stand: 15.11.2018, 10:44 Uhr

Mit Elektroautos und Weltraum-Raketen gibt sich Tesla-Chef Elon Musk nicht zufrieden. Nun will er mit "Teslaquila" auch noch hochprozentigen Schnaps unters Volk bringen - sehr zum Ärger der mexikanischen Tequila-Macher.

Eigentlich war es nur eine "Schnapsidee" von Musk. In einem Aprilscherz twitterte er er, Tesla sei völlig pleite. Kurz danach scherzte er, man habe ihn bewusstlos neben einem Model 3 gefunden umgeben von leeren "Teslaquila"-Flaschen.

Die Sache mit dem Tesla-Tequila war aber kein Scherz. Vor kurzem meldete Musk tatsächlich "Teslaquila" als destillierten blauen Agavenlikör beim US-Patentamt an. Ähnliche Anträge wurden offenbar auch in Mexiko und in der EU gestellt.

Tequila-Produzenten protestieren

Die hochprozentigen Pläne des Elektroauto-Pioniers stoßen jedoch auf erbitterten Widerstand der Tequila-Produzenten in Mexiko. Wenn "Teslaquila" ein Tequila sein solle, müsse sich Tesla mit einem autorisierten Hersteller aus Mexiko zusammentun, müsse Normen einhalten und eine Genehmigung beantragen, erklärte der Tequila-Regulierungsrat CRT. Andernfalls wurde der Schutz der Marke Tequila verletzt. Der CRT wacht darüber, dass die Produzenten die geschützte Herkunftsbezeichnung einhalten, indem sie in Mexiko produzieren.

Im Oktober gab Musk bereits einen Vorgeschmack auf die neue Schnaps-Marke des Konzerns. Per Twitter zeigte er das mögliche Design der "Teslaquila"-Flasche: ein rot-weißes Etikett mit Tesla-Logo. "Teslaquila" soll zu hundert Prozent aus der Agavenpflanze gewonnen werden.

George Clooney macht auch auf Tequila

George Clooney Tequila Casamigos

George Clooney Tequila Casamigos. | Bildquelle: Unternehmen

Der mexikanische Schnaps hat schon anderen Prominenten reichlich Geldsegen eingebracht, seit er ein beliebtes Szenegetränk in Bars ist. So verkaufte der Schauspieler George Clooney im vergangenen Jahr seine Marke "Casamigos" an den Spirituosenkonzern Diageo für etwa eine Milliarde Dollar.

Schon jetzt begnügt sich Musk nicht mit dem Verkauf von Elektroautos. Tesla verkauft auch Baseball-Caps und Flammenwerfer - und setzt damit Millionen um. Angeblich wurden bereits gut 7.000 Flammenwerfer verkauft.

nb

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Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.