Telekom soll mehr bekommen für die "letzte Meile"

Stand: 10.04.2019, 13:56 Uhr

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Deutsche Telekom darf künftig von ihrer Konkurrenz mehr Geld für ihre Anschlüsse verlangen. Die Miete für die sogenannte letzte Meile könne ab Juli auf monatlich 11,19 Euro steigen nach zuletzt 10,02 Euro, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit.

Die "letzte Meile" ist der Abschnitt des Telekom-Netzes vom Hauptverteiler bis zum Anschluss beim Kunden, über den Konkurrenten wie United Internet oder Vodafone nicht immer verfügen und deswegen auf die Nutzung der Telekom-Kabel angewiesen sind. Ende 2018 hatte die Telekom rund 5,2 Millionen dieser Leitungen (TAL) an Rivalen vermietet und damit erneut weniger als in den Vorjahren.

Die Netzagentur mit Sitz in Bonn legt die Höhe der Entgelte fest, zu denen Konkurrenten das deutschlandweite Telekom-Netz nutzen dürfen. Der Vorschlag soll für drei Jahre gelten, muss aber unter andertem noch von der EU-Kommission genehmigt werden.