Nasdaq-Schriftzug mit Anzeigetafeln

Amazon, Intel, Tesla & Co. im Minus Tech-Aktien im Abwärtsstrudel

Stand: 03.04.2018, 08:07 Uhr

An der US-Technologiebörse Nasdaq war zu Wochenbeginn Land unter. Besonders die Schwergewichte unter den High-Tech-Titeln kamen ins Rutschen. Neben Nachrichten zu mehreren Unternehmen belastete auch die Angst vor einem Handelskrieg.

Wenn sich zwischen China und den USA tatsächlich ein solcher Zoll- und Einfuhrzwist verschärfen sollte, trifft dies auch die Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley, so die Befürchtung vieler Investoren in New York. Während die Börsen in Deutschland am Ostermontag geschlossen blieben, setzte an der Nasdaq zum Wochenbeginn eine Rutschpartie ein, die den Auswahlindex Nasdaq 100 um fast drei Prozent nach unten drückte. Ein Abwürgen des Welthandels über Handelsbarrieren würde den US-Giganten mit globalen Ambitionen aus dem Tech-Sektor einen Teil ihres Geschäfts verbauen.

Ohnehin gelten die konjunktursensiblen Tech-Aktien inzwischen als "ambitioniert" bewertet, verdüstern sich die konjunkturellen Aussichten, sorgt dies bei den Kursen automatisch für größere Rückschläge.

Amazon mit Trump-Ballast

Amazon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die Politik, vor allem aber aktuelle Äußerungen von US-Präsident Donald Trump sorgten aber bei dem Online-Einzelhändler Amazon noch für eine weitere Belastung. Per Twitter hatte Trump am Montag kritisiert, dass Amazon zu geringe Versandgebühren von seinen Kunden in den USA verlange. Dies schädige die US-Post im Milliarden-Dollarbereich - prompt sackte die Amazon-Aktie um 5,2 Prozent ab.

Intel verliert Apple als Kunden?

Beim Chip-Konzern Intel sorgte ein Bericht zum iPhone-Hersteller Apple für Verdruss. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, Apple plane, eigene Prozessoren für seine Mac-Computer zu produzieren, schlechte Nachrichten für den wichtigen Zulieferer Intel.

Tesla verfehlt Produktionsziel?

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Bei Tesla-Aktien, die ebenfalls mehr als fünf Prozent verloren gingen Meldungen um, das Unternehmen habe das eigene Produktionsziel beim neuen "Model 3" verfehlt. Mehrere Branchenblogs hatten am Wochenende geschrieben, Tesla schaffe derzeit nur einen Ausstoß von 2.000 Autos des Modells pro Woche. Die Vorgabe lag aber eigentlich bei 2.500 Stück.

Und auch Aktien des Video-Streaming-Anbieters Netflix verloren am Montag rund fünf Prozent. Ein schlechtes Omen für den Börsengang von Spotify, der an diesem Dienstag geplant ist. Spotify ist wie Netflix im Bereich Streaming unterwegs und auf Musikinhalte spezialisiert.

AB