ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg, Deutschlandfunk-Logo
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Tata-Betriebsrat schießt quer

Stand: 10.04.2019, 19:51 Uhr

Die Arbeitnehmervertreter von Tata Steel Europe haben scharfe Kritik an Thyssenkrupp und dem Verlauf des Stahlfusionsverfahrens geäußert. Die gegenüber der EU-Kommission gemachten Zusagen für eine Freigabe der Pläne verstärkten die Besorgnis, dass es sich nicht um eine Partnerschaft unter Gleichen handele, teilte der Europäische Betriebsrat am Mittwoch mit. Er unterstütze nicht das Zusagenpaket der Konzerne an die Wettbewerbshüter in Brüssel.

Thyssenkrupp wollte dies nicht kommentieren. Ein Sprecher der Tata Steel-Gruppe erklärte, die Zusagen würden den Bedenken der EU-Kommission gerecht. Die Vorschläge unterstützten zugleich die industrielle Logik des Joint Ventures und seien im Interesse aller Anteilseigner und der Beschäftigten.

Thyssenkrupp und Tata wollen den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal mit rund 48.000 Beschäftigten schmieden. Die EU-Kommission hatte Bedenken angemeldet, woraufhin die Konzerne den Verkauf von Geschäften angeboten haben.