T-Mobile-Werbung am Times Square in New York

Quartalsergebnisse über Erwartungen T-Mobile US fit für die Hochzeit

Stand: 02.05.2018, 08:18 Uhr

Die US-Tochter der Deutschen Telekom ist vor der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Sprint weiter im Wachstumsmodus. Die Zahl der Kunden legte im ersten Quartal ebenfalls deutlich zu.

Für die großen US-Konkurrenten Verizon und AT&T gibt es bald eine wachstumsstarke Nummer drei im Markt, sollte der Zusammenschluss von T-Mobile US und der Nummer vier, Sprint, gelingen. Zumindest die Telekom-Tochter bringt ein dynamisch wachsendes Unternehmen in die geplante Ehe ein.

Dritter großer Player

Im ersten Quartal 2018 schaffte T-Mobile US einen Nettokundenzuwachs von 617.000 Nutzern. Zusammen kämen die beiden Firmen damit auf eine Kundenbasis von 127 Millionen Mobilfunk-Verträgen. Die Fusion, die Ende vergangener Woche angekündigt wurde, steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden.

T-Mobile US schaffte im Quartal einen Umsatzzuwachs um 8,8 Prozent auf 10,46 Milliarden Dollar. Damit lag man über den durchschnittlichen Analystenprognosen. Auch die Ergebnisausbeute übertrumpfte die Erwartungen. Unter dem Strich verdiente man mit 671 Millionen Dollar zwar vier Prozent weniger als vor Jahresfrist. Doch der Gewinn je Aktie von 0,78 Dollar lag weit über den Erwartungen von 0,71 Dollar je Anteilsschein.

Mehr eigene Aktien kaufen

Für Anleger hat das Unternehmen aber noch mehr Bonbons parat: So wurde die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 11,4 auf 11,8 Milliarden Dollar im Gesamtjahr angehoben. Und das Aktienrückkaufprogramm wurde auf neun Milliarden Dollar ausgeweitet. Wegen der anstehenden Fusion ist das Programm allerdings ausgesetzt.

Die Aktien sowohl von T-Mobile US als auch dem Fusionspartner Sprint und auch der Mutter Deutsche Telekom waren am Freitag nach anfänglichen Gewinnen deutlich unter Druck gekommen. Anleger gehen offenbar beim Zusammenschluss von hohen Kostenbelastungen aus. T-Mobile will 26 Milliarden Dollar für die Fusion aufwenden. Bei Analysten fand die geplante Unternehmensehe dagegen viele Anhänger. Nach Bekanntgabe der Zahlen nach Börsenschluss am Dienstag zogen die Papiere von T-Mobile US um rund zwei Prozent an.

AB