Dividenden der Deutschen Telekom

Immer ein bisschen mehr Dividendenperle T-Aktie

Stand: 28.03.2019, 11:24 Uhr

Aktionäre der Deutschen Telekom haben in den vergangenen Jahren wenig Freude an der Kursentwicklung gehabt. Doch Dividendenfans können sich eigentlich nicht beklagen. Die Telekom schüttet aus, und zwar vergleichsweise stabil - und viel.

Auf der heutigen Hauptversammlung in Bonn hat der Ex-Monopolist gleich zu Beginn wieder eine vertrauensbildende Botschaft für langjährige Aktionäre abgesetzt: Die Dividendenplanung bis zum Jahr 2021 wurde bestätigt. Ab 2019 soll die Dividendenhöhe wie bereits angekündigt dem relativen Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie (EPS) folgen. Bislang hatte der Ex-Monopolist seine Ausschüttung eher grob am Free Cash Flow, also quasi aus der "Kasse", orientiert.

3,3 Milliarden für die Anleger

Für das vergangene Jahr 2018 bedeutet das: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um fünf Prozent auf 23,3 Milliarden Euro. Unter Strich stand ein Überschuss von 2,2 Milliarden Euro - etwas weniger als im Vorjahr. Und die Dividende wurde um acht Prozent auf 0,70 Euro je Aktie angehoben. Das entspricht einer Ausschüttung von 3,3 Milliarden Euro in absoluten Zahlen.

Die vierte Anhebung in Folge (siehe Grafik) hat den Anlegern in den vergangenen Jahren recht stabile Dividendenrenditen von gut fünf Prozent verschafft. Die T-Aktie mutierte gleichsam vom Wachstumswert zum Basisinvestment für defensive Anleger. Die vergleichsweise konjunkturresistente Aufstellung in der Telekom-Branche kommt der Aktie gerade in schwierigen Zeiten am Finanzmarkt entgegen.

Dividendenentwicklung der DeutschenTelekom

Dividendenentwicklung der DeutschenTelekom. | Bildquelle: Deutsche Telekom, Grafik: boerse.ARD.de

Aktie bewegt sich schön langweilig

Im Dax konkurriert die T-Aktie in puncto Dividendenrendite zwar mit den Papieren von Daimler, BMW oder Bayer. Deren Aktien allerdings haben heftige Tiefflüge in den vergangenen Jahren hinter sich. Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom dagegen bewegen sich relativ gemächlich um die Marke von 15 Euro, große Ausschläge, die an den Anlegernerven zerren könnten: Fehlanzeige.

Im Geschäftsmodell des Konzerns wird der eher stagnierende Traditionsbereich mit dem Festnetz-Geschäft stets durch die Dynamik in der Mobilfunksparte zumindest wettgemacht. Vor allem die US-Tochter T-Mobile US glänzt mit Gewinnsteigerungen - die indirekt auch den T-Aktionären in Form ihrer Ausschüttung zugute kommen.

Nächste Anhebungen erwartet

Analysten gehen davon aus, dass auch die bevorstehende Steuerung der Dividende über die Kenngröße EPS weitere Erhöhungen zur Folge haben wird. Fürs Geschäftsjahr 2019 sagen sie eine Dividende von 0,76 Euro je Aktie voraus, fürs Geschäftsjahr 2020 sogar 80 Cent.

Ein kleines Restrisiko für die Ausschüttungs-Idylle bietet derzeit nur die Versteigerung der 5G-Mobilfunklizenzen in Deutschland. Hier wetteifert der Konzern mit Vodafone, Telefonica und auch 1&1 Drillisch um die Kunden der nächsten Mobilfunk-Generation. Bis zu einer Milliarde Euro könnte eine der begehrten Lizenzen laut Experten kosten. Weitere Milliarden werden in den Netzausbau fließen. Für die Investitionen der kommenden Jahre hat die Telekom aber bereits einen zweistelligen Milliardenbetrag eingestellt.

AB