Agrarchemie

Hochzeit mit Chinesen Syngenta: "Yes!" aus den USA

Stand: 22.08.2016, 10:01 Uhr

Syngenta und ChemChina waren sich schon lange einig: Es soll eine chinesisch-schweizerische Hochzeit geben. Allerdings müssen die Unternehmen den Segen von verschiedenen Behörden einholen. Nun hat man eine wichtige Hürde genommen.

Die staatliche China National Chemical Corporation, kurz ChemChina, will den Saatgut-Konzern Syngenta übernehmen. Das ist lange bekannt. Allerdings: Zahlreiche Kartellbehörden müssen zustimmen, bevor die Chinesen die Baseler schlucken können.

Als letztendlich entscheidend gilt die Haltung der Amerikaner. Und die hatte bisher für viel Unsicherheit bei den Aktionären gesorgt - nun geben die Amis aber grünes Licht: Das Committee on Foreign Investment in the United States, kurz CFIUS, hat der 43 Milliarden Dollar schweren Übernahme zugestimmt.

Nicht zu früh freuen

Die Aktie reagierte entsprechend positiv: Syngenta lag am Morgen mit elf Prozent im Plus.

Endgültig in trockenen Tüchern ist die Übernahme aber noch nicht. Syngenta und ChemChina arbeiten nach eigenen Angaben eng mit zahlreichen Kartell- und den Zulassungsbehörden zusammen. "Die Gespräche sind weiterhin konstruktiv", wie es hieß.

Syngenta war schon länger ein heißer Übernahmekandidat. Letztes Jahr hatte auch der US-Konzern Monsanto an die Tür geklopft, um die Schweizer zu schlucken.

Mittlerweile ist Monsanto selbst zum Objekt der Begierde geworden: Bayer aus Leverkusen ist an dem Agrarchemie-Konzern interessiert.

cw