Symrise-Hund

Kapitalerhöhung erfolgreich durchgezogen Tierische Übernahme von Symrise

Stand: 08.02.2019, 09:25 Uhr

Der Duftstoff- und Aromenhersteller hat ein Herz für Tiere. Nach der Diana-Gruppe übernimmt Symrise einen weiteren Heimtiernahrungsmittel-Spezialisten. Zur Finanzierung des Deals stemmen die Niedersachsen eine Kapitalerhöhung.

In einer schnellen Über-Nacht-Platzierung besorgte sich das Unternehmen rund 400 Millionen Euro Eigenkapital. Im Zuge der Kapitalerhöhung wurden rund 5,6 Millionen neue Aktien zu je 71,25 Euro ausgegeben. Das sind 4,4 Prozent des Grundkapitals. Die neuen Aktien sollen voraussichtlich erstmals am 12. Februar 2019 in den Handel einbezogen werden.

Hochprofitable Firma

Symrise: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
88,64
Differenz relativ
+0,82%

Den Erlös will Symrise in die 900 Millionen Euro teure Übernahme der US-Firma ADF/IDF (American Dehydrated Foods/ International Dehydrated Foods) stecken. Das 1978 gegründete Unternehmen bietet natürliche Inhaltsstoffe und Proteinspezialitäten für Heimtiernahrung an. Mit einer Marge von 23 Prozent gilt ADF/IDF als hochprofitabel.

Mit dem Millionen-Zukauf baut Symrise sein Geschäft mit Tiernahrung weiter aus. Bereits 2014 hatten die Niedersachsen die französische Diana-Gruppe, einen Anbieter von Inhaltstoffen für Tierfutter, geschluckt.

Positiver Gewinnbeitrag schon 2019

Symrise-Fahnen vor der Unternehmenszentrale in Holzminden

Symrise. | Bildquelle: Unternehmen

Die Akquisition passe zur Strategie, in schnell wachsende Geschäftsfelder mit hohen Margen zu expandieren, teilte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram mit. Das Management erwartet bereits im ersten Jahr nach dem Abschluss des Kaufs einen positiven Gewinnbeitrag.

Mitte Januar hatte Symrise mittelfristige Wachstums- und Profitabilitätsziele ausgegeben. So soll der Umsatz bis 2025 auf 5,5 bis 6 Milliarden Euro in etwa verdoppelt werden. Der Vorstand peilt zudem ab 2020 eine Ebitda-Marge von 20 bis 23 Prozent an. Für 2018 hatte Symrise zuletzt eine Marge von rund 20 Prozent bei einem Wachstum des Umsatzes aus eigener Kraft auf mindestens rund 3,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Anleger honorieren den Deal. Die Aktien des Duft- und Aromenherstellers steigen um über ein Prozent und sind Spitzenreiter im MDax.

nb