VW Touareg

Aktionären winkt deutlich mehr Dividende SUV-Boom bringt VW Milliardengewinne

Stand: 28.02.2020, 16:29 Uhr

Weder Autoflaute noch Handelskonflikte haben den VW-Konzern 2019 bremsen können. Der Wolfsburger Autobauer steigerte den Umsatz und das operative Ergebnis unerwartet kräftig. Wachstumstreiber waren die umstrittenen Stadtgeländewagen.

Die vor einigen Jahren gestartete SUV-Modelloffensive zahlt sich zunehmend aus. Dank mehr verkaufter Stadtgeländewagen stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 252,6 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen verharrte bei 7,6 Prozent und lag über der prognostizierten Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent.

Dieselskandal kostet weniger

Zudem sanken die Kosten für die Bewältigung des Dieselskandals – von 3,2 auf 2,3 Milliarden Euro. Dadurch blieb deutlich mehr Geld in der VW-Kasse hängen. Unterm Strich verdienten die Wolfsburger 13,3 Milliarden Euro – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) kletterte um 12,8 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro.

Vom Gewinnsprung profitieren die Aktionäre. Die Stammaktionäre, darunter als größte die Familien Porsche und Piech über ihre Holding Porsche SE, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen für das abgelaufene Jahr 6,50 Euro je Aktie erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 6,56 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet werden. Das sind 1,70 Euro mehr als im Vorjahr.

Wachstum auch 2020

Für das laufende Jahr rechnet VW erneut mit einem Umsatzwachstum. Die Erlöse sollen voraussichtlich um bis zu vier Prozent zulegen. Allerdings sei die Prognose wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der geopolitischen Konflikte mit Risiken behaftet, fügte VW einschränkend hinzu. Zuletzt brach wegen des Virus in China der Absatz ein.

Der Gewinnsprung und die deutliche Dividendenanhebung stimmen die Anleger zuversichtlich. Die VW-Aktien drehten zeitweise ins Plus. Aktuell notieren sie 0,5 Prozent im Minus und trotzen der negativen Marktstimmung.

nb