Windkraftanlage und Rapsfeld

Erneuerbare Energien Summiq: Mitten im IPO-Endspurt

Stand: 05.12.2019, 14:04 Uhr

Der Münchner Ökostrom-Produzent Summiq will noch in diesem Dezember an die Börse gehen. Summiq wird kleine bis mittlere Solarparks und Onshore-Windparks kaufen, finanzieren und betreiben. Heute geht die Zeichnungsfrist zu Ende.

7,5 bis zehn Millionen neue Aktien sollen aus einer Kapitalerhöhung ausgegeben werden. Zudem sei die Notierung von 50.000 bestehenden Aktien der bisherigen Gesellschafterin Green City AG geplant. Nach Abschluss des Börsengangs werde Green City voraussichtlich weniger als ein Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft halten.

Von dem IPO erhofft sich Summiq Erlöse von 75 bis 100 Millionen Euro. "Im Wesentlichen wollen wir mit den erwarteten Erlösen den Kauf von Anlagen und Projekten finanzieren, sagt Summiq-Chef Torsten Amelung. Dabei arbeitet Summiq weiterhin eng mit Green City, einem deutschen Projektentwickler im Bereich Erneuerbare Energien, zusammen. Summiq will Onshore-Wind- und Solarparks in Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich erwerben, finanzieren und betreiben.

"Deutlich geringere Transaktionskosten"

Green City ermögliche laut Amelung einen bevorzugten Zugang zu Projekten, die zu den Investitionskriterien passen würden: "Dank der Kooperationsvereinbarung können wir diese zudem noch mit deutlich geringeren Transaktionskosten im Vergleich zu Einzeltransaktionen übernehmen. Gleichzeitig können wir aber auch Projekte von anderen Anbietern übernehmen, sind also nicht gebunden."

Solaranlage im Sonnenlicht

Solaranlage: "Das Risiko auslagern". | Bildquelle: picture alliance / dpa

Mit den Einnahmen will sich die Firma zu einem unabhängigen europäischen Ökostromerzeuger entwickeln, der die gesamte Wertschöpfungskette vom Kauf von Energieprojekten bis zur Vermarktung der erzeugten Energie abdeckt. Die Energieparks sollen gekauft werden, wenn sie bereits am Netz oder mit allen wesentlichen Genehmigungen für Bau und Betrieb versehen sind: "Wir lagern so das Risiko aus der Projektentwicklung aus", meint Amelung.

Geplant ist es, die Papiere im Freiverkehr im Segment m:access an der Börse München listen zu lassen.

ts