Eine Hand hält einen Zuckerwürfel über eine Kaffeetasse

Weniger Gewinn, weniger Dividende Südzucker-Zahlen stoßen Anlegern bitter auf

Stand: 27.03.2019, 15:24 Uhr

Was die Verbraucher freut, ärgert manche Konzerne. Der fallende Zuckerpreis frisst zunehmend den Gewinn von Südzucker auf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach das Ergebnis ein. Leidtragende sind die Aktionäre.

Die Dividende soll radikal gekürzt werden. Für das am 28. Februar zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2018/19 sollen die Südzucker-Aktionäre nur noch 20 Cent je Aktie bekommen. Das ist weniger als die Hälfte als im Vorjahr. 2017/18 gab's noch 45 Cent je Aktie.

Nur noch knapp in der Gewinnzone

Grund für die Dividendenkürzung ist der dramatische Gewinneinbruch bei Europas größtem Zuckerkonzern. 2018/19 schrumpfte das operative Ergebnis von 445 Millionen auf nur noch 25 Millionen Euro. Der Umsatz sank von 6,98 Milliarden auf rund 6,75 Milliarden Euro.

Wegen des Preisverfalls bei Zucker im Zuge des Endes der EU-Marktverordnung hatte Südzucker Ende Februar ein Sparprogramm für die Sparte aufgelegt, die unter anderem die Schließung von mehreren Werken vorsieht. In der Zuckersparte rechnen die Mannheimer nun mit einem Wertberichtigungsbedarf von 700 Millionen Euro.

Düsterer Ausblick

Für das neue Geschäftsjahr 2019/20 bleibt Südzucker angesichts volatiler Zucker- und Ethanolmärkte vorsichtig und geht von einem Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 Milliarden Euro aus. Das operative Konzernergebnis sieht das Management in einer Bandbreite von null bis 100 Millionen Euro.

Anleger hatten mit solch bitteren Aussichten nicht gerechnet. Der SDax-Titel sackt um zehn Prozent ab und büßt nahezu die kompletten Gewinne seit Anfang des Jahres ein. Den vollständigen Bericht will Südzucker am 16. Mai vorlegen.

nb