Fabrik der Südzucker AG in Ochsenfurt spiegelt sich im Main

Umsatzprognose angehoben Südzucker gelobt Besserung

Stand: 11.01.2018, 09:22 Uhr

Der von fallenden Preisen und einem Überangebot geplagte Zuckerproduzent Südzucker blickt trotzdem optimistisch auf das neue Jahr. Ob das auch der Aktie neuen Schub verleiht?

Die Hoffnung auf Besserung besteht zumindest mit Blick auf die Erlöse. Dank gut laufender Exportgeschäfte im Kerngeschäft hat das Mannheimer Unternehmen seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr erhöht. Im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2017/18 rechnet der MDax-Konzern jetzt mit einem Erlös von 6,9 bis 7,1 Milliarden Euro nach 6,5 Milliarden ein Jahr zuvor. Bislang hatte Südzucker einen Anstieg auf 6,7 und 7,0 Milliarden Euro erwartet.

Zudem bestätigte das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres die Prognose für das operative Ergebnis. Dies könnte der im vergangenen Jahr stark gebeutelten Aktie ebenso wie das besser als erwartet ausgefallene Ergebnis bis Ende Dezember Auftrieb geben. Das Papier stand zuletzt stark unter Druck - unter anderem weil einige Experten davor gewarnt hatten, dass die bisherigen Prognosen zu hoch seien.

Im frühen Handel legt die Aktie um zwei Prozent zu. Im vergangenen Jahr war der Kurs um 25 Prozent eingebrochen.

Skeptische Analysten

Tatsächlich haben gestiegene Zucker-Exporte dem Unternehmen in den ersten Monaten des vergangenen Geschäftsjahres ein kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus beschert. Im dritten Quartal gingen die Erlöse aber wieder zurück und führten zu einem Einbruch des operativen Ergebnisses von 13,1 Prozent auf 103 Millionen Euro. Gestern berichtete die Tochter Cropenergies über starke Preisschwankungen und gestiegene Rohstoffkosten.

Auch viele Analysten sind skeptisch. So hat das Analysehaus Kepler Cheuvreux das Kursziel für Südzucker von 16,50 auf 16,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die durchschnittliche Analystenschätzung für das operative Ergebnis des Zuckerherstellers sei zu optimistisch, schrieb Analyst Richard Withagen in einer am Montag vorliegenden Studie.

lg