Junge Frau vor dem Eingang zur Zentrale Stemmer Imaging AG

Gelungener Börsengang im Scale-Segment Stemmer Imaging gut im Bild

Stand: 27.02.2018, 11:29 Uhr

Aller guten Dinge sind drei: Der dritte deutsche Börsengang des Jahres scheint ein Erfolg zu werden. Die Aktien von Stemmer Imaging starteten mit Kursgewinnen in den Handel.

Das bayrische Unternehmen, nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter der industriellen Bildverarbeitung in Europa, behält auch an der Börse den Durchblick. Die Aktie begann ihren ersten Handelstag klar im Plus. Der erste Kurs lag bei 36 Euro - zwei Euro über dem Ausgabepreis. Im Laufe des Vormittags stiegen die Papiere auf bis 36,70 Euro. Damit zeichnet sich ein erfolgreicher Börsengang ab.

Deutlich überzeichnet

Das IPO von Stemmer war deutlich überzeichnet. Einige Privatanleger gingen leer aus. Zeichnungsaufträge unter 20 Aktien wurden nicht bedient.

Dem Unternehmen fließt etwa die Hälfte des Emissionsvolumens zu. Es soll vorrangig für Übernahmen in Europa genutzt werden. Zudem will Stemmer Wachstumspotenziale im asiatischen Raum nutzen.

Stemmer ist der dritte Börsenneuling in diesem Jahr. Zuvor hatten bereits das Pharmaunternehmen Dermapharm und der Wohnungsprojektentwickler Instone Real Estate den Gang aufs Frankfurter Parkett gewagt.

Erster Börsenneuling 2018 im Scale-Segment

Stemmer Imaging AG-Objektive und -Logo

Stemmer Imaging AG. | Bildquelle: Unternehmen

Das Unternehmen aus Puchheim ist der erste Neuzugang im KMU-Segment Scale, das vor einem Jahr gegründet wurde. Das Segment gilt als Plattform für etablierte und wachstumsstarke kleine und mittelständische Unternehmen.

Stemmer mischt im boomenden Markt für "maschinelles Sehen" mit. Dieser wächst jährlich um rund zehn Prozent. In diesem Markt tummeln sich auch Firmen wie Basler und Isra Vision, deren Kurse sich in den letzten Jahren vervielfacht haben.

Zweistelliges Wachstum

Die bayerische Firma steigerte den Umsatz in den letzten vier Jahren um durchschnittlich zwölf Prozent. 2017 wurden rund 88 Millionen Euro erlöst. Das Ebitda lag bei 7,6 Millionen Euro. Stemmer setzt kleine leistungsfähige Kameras und spezielle Software ein. Damit schafft es die Firma, in Sekundenbruchteilen Flaschen zu sortieren, Geflügelteile zu erkennen oder Plakatwerbung an Passanten anzupassen.

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