Starbucks-Mitarbeiter gießt Wasser in Kaffeefilter

Nur geringes Umsatzwachstum geplant Starbucks verbrüht sich beim Ausblick

Stand: 26.01.2018, 09:03 Uhr

Die besten Zeiten bei Starbucks sind vorbei. Zwar erwirtschaftete die weltgrößte Kaffeehaus-Kette im abgelaufenen Quartal deutliche Zuwächse, blieb aber im US-Heimatmarkt unter den Erwartungen. Auch der Ausblick enttäuscht.

Im laufenden Jahr sei beim Absatz nicht mit großen Sprüngen zu rechnen, warnte Starbucks. Das Umsatzwachstum werde lediglich am unteren Ende der angepeilten Spanne von drei bis fünf Prozent liegen. Will heißen: Viel mehr als drei Prozent Plus dürfte 2018 nicht mehr drin sein.

Schwache Entwicklung in den USA

Im vierten Quartal 2017 zogen die Erlöse immerhin um sechs Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar an. Im wichtigen US-Heimatmarkt stieg der Umsatz allerdings weniger stark als von Analysten vorhergesagt.

Auf der Gewinnseite sieht es besser aus: Dank eines großen Sondererlöses verdiente Starbucks unterm Strich 2,3 Milliarden Dollar - drei Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Aktie fällt

Wegen der US-Steuerreform stellt der Kaffee-Konzern deutlich mehr Überschuss in Aussicht. Er hob die Gewinnprognose für 2018 an -  auf 2,48 bis 2,53 Dollar je Aktie ohne Berücksichtigung von Sonderposten.

Das reicht den Anlegern nicht. Wegen des düsteren Umsatzausblicks sank die Aktie nachbörslich um drei Prozent. Der Nasdaq-Titel ist auf Einjahres-Sicht quasi auf der Stelle getreten, nachdem es bis 2016 deutlich nach oben gegangen war. In Euro gerechnet fiel die Aktie sogar um elf Prozent.

nb