Quartalszahlen vorgestellt Starbucks profitiert vom "Dragon Drink"

Stand: 26.07.2019, 09:27 Uhr

Neue Angebote wie der pinkfarbene "Dragon Drink" haben der weltgrößten Kaffeehauskette Starbucks im zweiten Quartal einen kräftigen Schub gegeben. Derweil häufen sich auf dem US-Markt die PR-Debakel.

Die neuen Angebote schoben das Geschäft vor allem in den USA und in China an, wie Konzernchef Kevin Johnson sagte. Auf diese Weise steigerte Starbucks den Umsatz im dritten Quartal um gut acht Prozent auf 6,82 Milliarden Dollar. Der Gewinn erhöhte sich auf 1,37 Milliarden nach rund 853 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Damit übertraf Starbucks klar die Markterwartungen. Starbucks habe im abgelaufenen Quartal eine starke Leistung abgeliefert und gezeigt, dass die Wachstumsstrategie aufgehe, sagte Johnson. Für das Gesamtjahr peilt Starbucks unverändert einen Gewinn pro Aktie von 2,75 bis 2,79 Dollar an.

Aktie ist ein Knaller

An der Börse kamen die Zahlen gut an, die Aktie stieg nachbörslich um rund sechs Prozent. Damit setzt das Papier seinen guten Lauf fort. Allein seit Beginn des Jahres ist der Titel um 40 Prozent gestiegen, von 64 Dollar auf 91 Dollar.

Derweil hat Starbucks in den USA einen weiteren PR-Skandal erlebt, musste sich bei der Polizei entschuldigen, nachdem ein Mitarbeiter sechs Beamte zum Verlassen einer Filiale in Arizona aufgefordert hatte. "Was am 4. Juli in unserem Geschäft geschehen ist, sollte keinem Polizeibeamten oder Kunden jemals widerfahren", teilte Starbucks mit.

PR-Debakel in Amerika

Nach Darstellung der Polizei der Stadt Tempe im Bundesstaat Arizona hatte ein Starbucks-Mitarbeiter den Polizisten gesagt, sie sollten das Restaurant oder das Sichtfeld eines anderen Gasts verlassen, weil dieser sich aufgrund ihrer Anwesenheit "nicht sicher" fühle.

Dieser Aufforderung seien die Beamten letztlich nachgekommen, sie sei jedoch "beleidigend" gewesen, beschwerte sich die Polizei bei Twitter. Im Netz sorgte die Aktion für Kritik an und Boykottaufrufe gegen Starbucks. Die Kette, die im vergangenen Jahr bereits ein PR-Debakel wegen einer umstrittenen Verhaftung zweier Schwarzer in Philadelphia erlitten hatte, zeigte sich zerknirscht. "Ich möchte mich aufrichtig entschuldigen", schrieb Starbucks-Managerin Rossann Williams an die Polizei von Tempe. Das Unternehmen werde die nötigen Schritte ergreifen, damit sich so ein Vorfall nicht wiederhole.

lg/dpa