Lufthansa-Flugzeuge am Boden

Staatshilfen für Lufthansa?

Stand: 13.03.2020, 17:50 Uhr

Die Lufthansa zieht bei einer weiteren Verschlimmerung der Corona-Krise staatliche Hilfen und ein noch stärkeres Einstellen des Flugbetriebs in Betracht. Die Auswirkungen der Krise würden "immer dramatischer", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter.

Täglich gebe es bei den Airlines mehr Stornierungen als Buchungen. Die Lage verschärfe sich noch durch Reisebeschränkungen wie zuletzt am wichtigen Markt USA. Statt 70 Flügen täglich könne die Lufthansa nur noch vier dorthin anbieten. "Ab den nächsten Tagen werden mindestens zwei Drittel unserer fast 800 Flugzeuge am Boden stehen", sagte Spohr. Da die Auswirkungen der Krise auf die Weltwirtschaft noch nicht absehbar seien, prüfe die Lufthansa weitere Krisenmaßnahmen. "Dazu gehören auch potenzielle temporäre Schließungen von Flugbetrieben oder einzelner Hubs", ergänzte er.