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Gute Nachricht für Bayer-Aktionäre Staatsfonds investiert Milliarden in Bayer

Stand: 17.04.2018, 08:38 Uhr

Der Staatsfonds Temasek aus Singapur investiert drei Milliarden Euro in Bayer. Der Dax-Konzern kann das Geld gut gebrauchen - so kurz vor der geplanten Übernahme von Monsanto.

Temasek erwerbe im Rahmen einer Kapitalerhöhung 31 Millionen neue Aktien zu einem Bruttoemissionspreis von drei Milliarden Euro, teilte das Leverkusener Unternehmen am Montagabend mit. Das entspricht einem Anteil von 3,6 Prozent des Grundkapitals.

Damit erhöht sich der Anteil des Investors an dem deutschen Pharma- und Chemiekonzern auf 4,0 Prozent.

Den Chef freut's

Bayer-Chef Werner Baumann äußerte sich erfreut. Temasek sei ein langfristig orientierter Anleger.

»Diese Investition ist eine Bestätigung unserer Geschäftsstrategie. Sie zeigt das Vertrauen in die geplante Übernahme von Monsanto und die starken Wachstumsperspektiven von Bayer.«

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG

Je kleiner, desto besser

Und auch für die Bayer-Aktionäre ist die Temasek-Anteilsaufstockung eine ausgesprochen gute Nachricht. Denn die für die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto geplante Kapitalerhöhung könnte damit kleiner ausfallen.

So hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung, die Erlöse der aktuellen Platzierung würden bei der Festlegung des Umfangs der bereits angekündigten Bezugsrechtskapitalerhöhung berücksichtigt.

Die Bayer-Aktie ist nach dieser Ankündigung im frühen Handel der mit Abstand gefragteste Dax-Wert. Auf der Handelsplattform Tradegate notiert der Titel mit aktuell 100,02 Euro 2,1 Prozent über seinem Xetra-Schlusskurs.

US-Kartellwächter als Zünglein an der Waage

Bayer will den US-Konzern Monsanto für 62,5 Milliarden Dollar übernehmen und verkauft dafür zahlreiche eigene Firmenteile an BASF. Der Monsanto-Deal soll noch im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

Dem "Wall Street Journal" zufolge wollen die US-Kartellwächter dem Deal nach anfänglichem Zögern doch noch zustimmen. Nach dem grünen Licht der Kartellwächter aus Brasilien, China und der EU gilt die Zustimmung der USA als eine der letzten großen Hürden für den Milliardendeal.

ag