Spotify

Trotz steigender Abonnentenzahl Spotify wächst - und enttäuscht

Stand: 03.05.2018, 08:54 Uhr

Der Musikstreaminganbieter Spotify hat zu Jahresbeginn seine Verluste kräftig reduziert und die Zahl der Abonnenten gesteigert. Doch die Analysten hatten mehr erwartet.

Nach der Vorlage der ersten Bilanz seit dem Börsengang sind die Aktien des Musikstreamingdienstes eingebrochen. Im nachbörslichen Handel an der Wall Street verloren die Anteilsscheine bis zu neun Prozent auf gut 156 Dollar - und damit unter den Erstkurs von 165,90 Dollar nach dem Börsengang Anfang April.

Das schwedische Unternehmen, das an der New Yorker Börse gelistet ist, hat die Erwartungen von Analysten zum Teil verfehlt. Allerdings haben viele Experten auch Schwierigkeiten, das in scharfer Konkurrenz zu Apple und Amazon stehende Unternehmen korrekt zu beurteilen.

Umsatz legt um 26 Prozent zu

Spotify hat inzwischen 75 Millionen Abo-Kunden und insgesamt 170 Millionen monatlich aktive Nutzer. Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer sank derweil um 14 Prozent. Das liege unter anderem an der Popularität günstigerer Familien- und Studententarife, hieß es.

Die Abo-Gebühren machen mit 1,04 Milliarden Euro nach wie vor den Löwenanteil des Spotify-Geschäfts aus. Die werbefinanzierte Gratis-Version sieht die Firma aber als wichtiges Instrument, um Nutzer überhaupt erst einmal auf die Plattform zu bekommen.Für das laufende Quartal rechnet Spotify mit 79 bis 83 Millionen Abo-Kunden bei insgesamt bis zu 180 Millionen Nutzern.

Immer noch Verluste

Unterm Strich erzielte Spotify im ersten Quartal einen Verlust von 169 Millionen Euro nach roten Zahlen von 173 Millionen im gleichen Vorjahresquartal. Bisher gilt Streaming grundsätzlich als Verlustgeschäft - aber für Rivalen wie Apple oder Amazon ist das kein großes Problem, weil sie genug Geld in ihren anderen Geschäftsbereichen machen.

lg