Tesla im All mit SpaceX Falcon Heavy

Elon Musk erhöht den Druck SpaceX: Jeder zehnte Mitarbeiter muss gehen

Stand: 12.01.2019, 13:16 Uhr

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX des Tesla-Gründers Elon Musk will jeden zehnten seiner fast 6.000 Angestellten entlassen. Dabei ist das Unternehmen bestens bewertet.

Das Personal müsse verschlankt werden, um ehrgeizige Projekte wie den Bau eines Raumschiffs für Missionen zum Mars zu verwirklichen, schrieb Firmenpräsidentin Gwynne Shotwell laut einem Bericht der „Los Angeles Times“ in einer E-Mail an Mitarbeiter. Die Maßnahme würde nur wegen außerordentlich schwieriger Herausforderungen ergriffen, die vor SpaceX lägen. Sonst wäre der Schritt nicht notwendig, teilte die Firma weiter mit.

Entlassene Angestellte werde ein Gehalt für mindestens acht Wochen und andere Hilfen sowie Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job angeboten, meldete die „Los Angeles Times“ weiter.

Eigentlich steht Space X gut da

SpaceX steht finanziell eigentlich gut da, erst kürzlich wurde der Wert der Firma von Unternehmer Elon Musk auf fast 30 Milliarden Dollar geschätzt. Sie hat lukrative Verträge mit der Regierung und dem kommerziellen Sektor an Land gezogen, etwa für Projekte, bei denen Satelliten in die Umlaufbahn geschickt oder die Internationale Raumstation ISS mit Vorräten versorgt werden. Erst am Freitag hatte SpaceX diverse Satellitenstarts in Kalifornien betreut.

Doch sind bei der Firma etliche teure Projekte in Arbeit. Musk schätzt etwa, dass die Entwicklung eines Raumschiffs, das Menschen zum Mars bringen könnte, bis zu zehn Milliarden Dollar verschlingen dürfte.

SpaceX will ab 2023 Flüge zum Mond anbieten. Auch Reisen zum Mars möchte Musk möglich machen. Zudem setzt er auf lukrative Aufträge der US-Weltraumbehörde Nasa, des US-Militärs und Satellitenunternehmen. Wiederverwendbare Bauteile sollen die Raumfahrt deutlich billiger machen.

Konkurrenz von Bezos und Branson

Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos drückt bei seiner privaten Raketenfirma Blue Origin aufs Tempo. Ebenso engagiert sich sein britischer Milliardärs-Kollege Richard Branson im Geschäft mit Amateur-Astronauten.

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Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.