Sony Playstation 5

Gewinn verdoppelt und große Nachfrage für PS5 Sony im Spielfieber

Stand: 28.10.2020, 11:16 Uhr

Was tun viele Menschen, wenn sie zuhause in der Corona-Pandemie herumhängen? Sie machen Videospiele. Der Sony-Konzern hat im ersten Halbjahr vom boomenden Spielegeschäft profitiert. Da kommt die neue Playstation 5 gerade richtig.

Drei Wochen vor der Markteinführung der neuen Spielkonsole rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft spürt der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern bereits eine sehr starke Nachfrage. Allein in den USA seien innerhalb von zwölf Stunden mehr Vorbestellungen eingegangen als beim Vorgängermodell PS4 in den ersten zwölf Wochen, sagte der Chef von Sony Interactive Entertainment, Jim Ryan, der Nachrichtenagentur Reuters. Im Sommer hatte Sony die Produktion der Playstation 5 bereits nahezu verdoppelt. Ende September musste die Produktion aber wegen Schwierigkeiten bei der Chipfertigung wieder um vier Millionen auf elf Millionen Stück gekürzt werden.

Auch ohne die Playstation 5 lief es in den letzten Monaten bereits gut für den Sony-Konzern. Dank kräftiger Zuwächse im Spiele- und Musikgeschäft kletterte der Gewinn im ersten Halbjahr 2020/21 (von April bis Ende September) um 104 Prozent auf 692,89 Milliarden Yen (rund 5,6 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 4,08 Billionen Yen.

Prognose angehoben

Wegen der unerwartet guten Entwicklung hebt der japanische Elektronikkonzern seine Jahresprognose an. Im Geschäftsjahr 2020/21 werde nun mit einem Betriebsergebnis von 700 Milliarden Yen (umgerechnet 5,66 Milliarden Euro) gerechnet. Bisher waren 620 Milliarden Yen in Aussicht gestellt worden. Unterm Strich soll es einen Nettogewinn von 800 Milliarden Yen geben. Das wäre ein Anstieg von über 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz dürfte um fast drei Prozent auf 8,5 Billionen Yen steigen.

Anleger freuen sich über die guten Sony-Zahlen und den optimistischen Jahresausblick. Die Aktien ziehen um 2,6 Prozent an der Frankfurter Börse an. Nach dem Corona-Crash haben sich die Titel kräftig erholt. Seit Jahresbeginn liegen sie gut zehn Prozent im Plus.

nb