Lautsprecher-Regal und - lampe, Sonos-Ikea-Kooperation

Neuer Schwung für Sonos? Sonos möbelt sich mit Ikea auf

Stand: 12.04.2019, 15:55 Uhr

Der Lautsprecher-Hersteller Sonos hat die Anleger seit seinem Börsengang im August 2018 enttäuscht. Mit dem Möbelhersteller Ikea kooperiert der US-Hersteller seit gut eineinhalb Jahren. Nun haben die Partner in Mailand erste Ergebnisse vorgestellt. Sie versprechen Sonos neuen Auftrieb.

Sonos produziert und entwickelt kabellose Lautsprechersysteme, die über W-Lan miteinander verbunden sind und mithilfe einer App gesteuert werden können. Auch über die Sprachassistenten Alexa von Amazon und Siri von Apple können die Lautsprecher bedient werden.

Um weiter zu wachsen, arbeitet das Unternehmen seit Dezember 2017 mit dem Möbelgiganten Ikea zusammen. Mit diesem Schritt reagierte der Hersteller auf die zunehmende Konkurrenz im Bereich Multiroom-Lautsprecher wie Amazon mit dem Echo und Apple mit dem Home Pod. Zwei Möbelstücke unter dem Namen Symfonisk sind die ersten Ergebnisse dieser ungewöhnlichen Kooperation, die Sonos und Ikea in Mailand präsentiert haben und die im August erhältlich sein sollen.

Erste Ergebnisse: eine Tischlampe und ein Regal

Das erste Produkt ist eine Tischleuchte mit Wifi-Speaker. Das zweite ein Lautsprecher, der zugleich als Mini-Regal dient. Beide Modelle lassen sich mit allen anderen Smart Speakern und Komponenten von Sonos verbinden und mit der App steuern. Nur ein digitaler Sprachassistent wie Alexa ist bei den Ikea-Produkten nicht integriert. Kosten soll der Lampen-Lautsprecher 179 Euro, so viel wie Sonos' kleinste Box. Der Regal-Lautsprecher soll rund 100 Euro kosten.

Mit diesen Produkten hofft das Unternehmen auf weiteren Schub. Dabei konnte Sonos seinen Umsatz im letzten Quartal 2018 im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 496 Millionen Dollar steigern. Der Gewinn wuchs um 35 Prozent auf 61,7 Millionen Dollar. Dennoch fiel der Kurs. Das Unternehmen aus Santa Barbara war im August 2018 an die Börse gegangen. Nach einem Anstieg auf knapp 22 Dollar notiert der Titel zurzeit bei gerade mal zehn Dollar.

Günstige Lautsprecher sind gefragt

Anleger waren alarmiert, weil zum Stichtag das Lager voller war als vermutet. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrage zurückgehen könnte. Im Heimatmarkt USA legte der Umsatz um mehr als zwölf Prozent zu, in Europa dagegen nur um 2,5 Prozent. Hier seien günstige Lautsprecher besonders nachgefragt, so Sonos. Amazon und Google liegen mit ihren hauseigenen vernetzten Lautsprechern mit Preisen ab 50 Euro deutlich unter den Preisen der Sonos-Modelle.