Handelssaal der deutschen Börse

Q3-Zahlen Sommerflaute bei der Deutschen Börse

Stand: 28.10.2020, 20:01 Uhr

Sommerzeit - Urlaubszeit. Der Frankfurter Börsenbetreiber aus dem Dax hat im dritten Quartal weniger verdient und umgesetzt als erwartet. Im Späthandel reagiert der Markt aber gelassen.

Denn auf der Handelsplattform Tradegate bewegt sich die Aktie der Deutschen Börse im Vergleich zum Xetra-Schluss kaum. Am Abend steht der Kurs bei 129,50 Euro, nachdem der reguläre Börsenschluss bei 129,95 Euro lag. Das Papier hatte sich in einem schwachen Umfeld mit minus 2,4 Prozent allerdings etwas besser geschlagen als der Dax, der am Mittwoch 4,2 Prozent verlor. Am Donnerstag ab 14:00 Uhr hält das Unternehmen einen Call zu den Ergebnissen ab.

Gewinn und Umsatz im Rückwärtsgang

Die Nettoerlöse sanken im dritten Quartal um vier Prozent auf 707,5 Millionen Euro, wie der Betreiber der Frankfurter Börse am Mittwoch nach Handelsschluss mitteilte. Da zugleich die Kosten stiegen, fiel das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um sieben Prozent auf 431,4 Millionen Euro.

Die Deutsche Börse machte für die Rückgänge zyklische Effekte verantwortlich. Das belastete das Geschäft der Eurex, der größten Sparte des Konzerns. Im Vorjahresquartal hatten die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China zu Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt und die Handelstätigkeit angekurbelt.

Erwartungen verfehlt, aber Ausblick bestätigt

Mit ihren Erträgen verfehlte die Börse die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 719 Millionen Euro gerechnet hatten. Beim bereinigten Betriebsergebnis hatten sie dagegen nur 425 Millionen erwartet.

Trotz des Rückgänge im Sommer bekräftigte die Deutsche Börse ihre Prognose für 2020 eines bereinigten Überschusses von rund 1,2 (Vorjahr: 1,1) Milliarden Euro. Im dritten Quartal fiel dieser um elf Prozent auf 252,7 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr hatte die Börse dank der Turbulenzen an den Finanzmärkten rund um die Corona-Pandemie dagegen kräftige Zuwächse verbucht.

rm/rtr/dpa