Solarworld-Gründer Frank Asbeck halb von Solarmodul verdeckt

Die Solarworld GmbH folgt der AG Solarworld schon wieder pleite

Stand: 28.03.2018, 09:23 Uhr

Da reibt man sich die Augen: Solarworld meldet schon wieder seine Pleite. Die letzte war doch erst im Sommer 2017. Aber diesmal meldet die Solarworld GmbH ihre Insolvenz. Mit der hatte Frank Asbeck den Neustart versucht.

Die Solarworld Industries GmbH habe beim Bonner Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Probleme erklärte die Firma damit, dass die Preise am Markt weiter gesunken seien und die EU-Kommission Schutzzölle gegen chinesische Billigimporte auslaufen lassen wolle.

Die GmbH mit Fabriken im sächsischen Freiberg und Arnstadt in Thüringen, wo 600 Beschäftigte jetzt um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, ist der Nachfolger der Solarworld AG, die im Mai 2017 pleite ging. Firmengründer Frank Asbeck hatte mit Geld aus Katar Unternehmensteile aus der Insolvenzmasse herauskaufen können und mit der Solarworld Industries GmbH einen Neustart machen können.

Im September war Asbeck noch voller Optimismus. Dank guter Nachfrage könne die neue GmbH 77 neue Mitarbeiter einstellen und Leiharbeiter der Firma Trenkwalder nutzen.

Die Solarworld-Aktie

Solarworld: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr
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Mit der an der Börse weiterhin notierten Solarworld AG und der Solarworld-Aktie hat die GmbH nichts zu tun. Doch die Namensähnlichkeit lockte in der Vergangenheit Zocker und Unwissende in das Papier, die ob der verbesserten Aussichten der Solarworld GmbH auf eine Wiederbelebung der Aktie setzten. Zu Unrecht. Genauso unsinnig sind die jetzt die Kursverluste nach der Pleitemeldung der GmbH.

Bei der seit vorigem Jahr insolventen AG geht alles weiter seinen Pleitegang: Die Gesellschaft wird weiter abgewickelt, nachdem sie große Teile ihres operativen Geschäfts an die neue, nahezu gleichnamige Gesellschaft verkauft hatte.

bs