Software AG

Aktie dreht ins Plus Software AG patzt

Stand: 20.10.2017, 10:42 Uhr

Der zweitgrößte deutsche Software-Hersteller hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen klar verfehlt. Der stärkere Euro drückte das Ergebnis. Die Aktie der Darmstädter TecDax-Firma sackte zunächst ab, drehte dann aber fulminant ins Plus

Bis zu sechs Prozent büßte die zuletzt gut gelaufene Aktie zur Handelseröffnung ein, drehte bald darauf aber ins Plus und stieg an die Spitze der TecDax-Gewinner. Seit Anfang September hat der TecDax-Titel über zwölf Prozent gewonnen.

Gestützt wurde der Kurs von der Aussage des Finanzchefs, wonach sowohl das Cloudgeschäft als auch das Wartungsgeschäft extrem margenstark seien. "Das erinnert an die Kursbewegungen bei SAP", merkte ein Händler hierzu an. Nach zunächst als schwach eingeschätzten Ergebnissen war die Aktie der Walldorfer am Donnerstag anfangs unter Druck geraten. Im weiteren Verlauf hatte der Kurs dann jedoch ins Plus gedreht - gestützt von positiven Aussagen des Vorstandschefs Bill McDermott zu Margen und Marktanteilen.

Ergebnis geht zurück

Im dritten Quartal bremste die Euro-Stärke das Wachstum der Software AG. Der Umsatz stieg lediglich um zwei Prozent auf 197,23 Millionen Euro. Analysten hatten sich deutlich mehr versprochen. Das Betriebsergebnis (Ebita) fiel um fünf Prozent auf 63,6 Millionen Euro.

Besonders enttäuschend entwickelte sich das Lizenzgeschäft. Der Umsatz fiel von 46,9 auf 46,2 Millionen Euro. Auch die Wartungserlöse sanken. Währungsbereinigt gab es allerdings leichte Zuwächse.

Priorität auf Internet der Dinge

Die Software AG setzt auf neuen Schub durch das Internet of Things (Internet der Dinge). Die Darmstädter haben zuletzt  zahlreiche neue strategische Partnerschaften in den Bereichen IoT und Industrie 4.0 erfolgreich abgeschlossen. Mit DMG Mori, Dürr und Zeiss wurde das Joint-Venture Adamos gegründet. Ab dem kommenden Jahr wird die Software AG den Internet of Things-Cloud-Umsatz separat als vierten Geschäftsbereich ausweisen. Damit lege der Konzern nach eigenen Angaben den Grundstein für ein dynamisch wachsendes IoT-Geschäft mit wiederkehrenden Umsätzen.

nb