Leuvhtendes Nvidia-Logo

Aktie auf Talfahrt Nvidia: Ankeraktionär hat die Faxen dicke

Stand: 12.12.2018, 07:22 Uhr

Für die Aktionäre des Chipherstellers Nvidia dürfte 2018 als annus horribilis in die Annalen eingehen, hat doch die Aktie in nur zwei Monaten die Hälfte ihres Wertes verloren. Jetzt wird es einem Großaktionär des Unternehmens zuviel.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge will der japanische Technologieinvestor und Telekomkonzern SoftBank seine Anteile an Nvidia verkaufen. Der Schritt sei für Anfang des kommenden Jahres angepeilt, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Grund sei der gesunkene Aktienkurs des kalifornischen Chipherstellers.

Softbank, hält über seinen Technologiefonds Vision Fund rund 4,4 Prozent an Nvidia. Dass es ausgerechnet jetzt, wo sich der Kurs von Nvidia seit Oktober bereits halbiert hat, Gerüchte über einen Ausstieg aus dem Unternehmen gibt, zeigt, wie erschrocken selbst ein Großaktionär über den Verfall des Unternehmens ist. Auch scheint Softbank keine Hoffnung zu haben, dass sich das Blatt bei Nvidia in nächster Zukunft zum Guten wenden wird.

Gegen Verluste abgesichert

Dabei sind die Japaner offenbar früh bei Nvidia eingestiegen. Denn im Fall eines Verkaufs ihrer Anteile zum jetzigen Preis von 147 Dollar könnten die Japaner einen Erlös von rund vier Milliarden Dollar erzielen. Softbank sei durch spezielle Handelsgeschäfte zum Teil gegen Kursverluste abgesichert, heißt es in dem Bloomberg-Bericht. Diese Vereinbarungen liefen demnächst nach und nach aus. Nvidias aktueller Börsenwert liegt bei knapp 90 Milliarden Dollar.

Nvidia wächst zwar nach wie vor zweistellig. Doch die Prognose für das laufende Vierteljahr enttäuschte. Nvidia geht von Erlösen von 2,7 Milliarden Dollar aus. Analysten hatten bisher im Schnitt 3,4 Milliarden Dollar erwartet.

Bitcoin-Absturz belastet

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara produziert unter anderem Chips für Grafikkarten, die zur Erzeugung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin eingesetzt werden. Das Unternehmen verwies als Belastungsfaktor auf nach dem Ende des Kryptowährungs-Booms kräftig gestiegene Lagerbestände bei Einzelhändlern.

lg