Unternehmenszentrale der Société Générale in La Défense in Paris

Bitteres Quartal für die Société Générale

Stand: 03.08.2020, 08:26 Uhr

Nachdem die französische Großbank zum Jahresauftakt vor allem wegen der coronabedingt erhöhten Risikovorsorge für Kreditausfälle leicht im Minus lag, kam zwischen April und Ende Juni noch eine Abschreibung auf das Kapitalmarktgeschäft dazu. Unter dem Strich stand ein Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte die Bank noch eine Milliarde Euro verdient. Die Erträge gingen im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zurück.

Anders als viele Finanzinstitute kann die Société Générale die stark gestiegenen Belastungen für mögliche Kreditausfälle infolge der Corona-Krise nicht durch gute Geschäfte an den Kapitalmärkten ausgleichen - im Gegenteil: Das früher mal so erfolgreiche Geschäft mit Aktien bereitet viele Probleme und das im Quartal bei anderen Banken so erfolgreiche Anleihengeschäft wurde zurückgefahren.