Michael Dell

Verluste 2018 deutlich reduziert Dell: Licht am Ende eines langen Tunnels

Stand: 01.03.2019, 07:39 Uhr

Seit seiner Rückkehr an die Börse Ende Dezember 2018 hat sich die Dell-Aktie prächtig entwickelt. Das operative Geschäft läuft gut, der Umsatz steigt. Wären da nicht die Altlasten aus der Übernahme von EMC.

So hat der IT-Konzern im vierten Quartal seinen Verlust sogar deutlich ausgeweitet. Das Minus habe sich auf 299 Millionen Dollar belaufen, teilte das Unternehmen mit. Der Fehlbetrag habe sich damit fast verdreifacht. Es ist der erste Quartalsbericht seit dem Börsen-Comeback Ende Dezember.

Operativ lief es allerdings deutlich besser. So schaffte Dell im vierten Quartal ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 331 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war noch ein operativer Verlust von 69 Millionen Dollar angefallen. Auch ein Blick auf das Gesamtjahr zeigt, dass sich die Lage deutlich gebessert hat. So ging der operative Verlust um 92 Prozent auf 191 Millionen Dollar zurück.

Jahresverlust deutlich gesunken

Auch ist der Verlust nach Steuern im vergangenen Geschäftsjahr um 25 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar gesunken, während der Umsatz um 15 Prozent auf 90,6 Milliarden Dollar gestiegen ist. Dabei schlug sich Dell nicht nur im Geschäft mit Servern und Netzwerkgeräten gut. Auch im umkämpften PC-Markt legten die Erlöse zu.

Michael Dell

Michael Dell. | Quelle: picture-alliance/dpa

Dass Dell im vergangenen Jahr noch Verluste in Milliardenhöhe geschrieben hat, liegt im Wesentlichen an den hohen Abschreibungen des 2015 übernommenen Datenspeicherspezialisten EMC. Seit dem Abschluss der 67 Milliarden Dollar schweren Transaktion hat Dell nach eigenen Angaben 14,6 Milliarden Dollar auf Einrichrungen von EMC abschreiben müssen.

Dell profitabler werden

Dell-Finanzchef Tom Sweet stellte in einem Reuters-Interview in Aussicht, im Jahresverlauf die Profitabilität zu verbessern, ohne jedoch genauere Angaben zu machen. Beim Umsatz rechnet Dell für das laufende Geschäftsjahr mit Erlösen zwischen 93 und 96 Milliarden Dollar - mehr als die Analysten erwartet hatten.

Bleibt das Problem der Verschuldung, die von Experten auf 50 Milliarden Dollar geschätzt wird. Auch dies eine Folge der überteuerten Übernahme von EMC. Immerhin weist Dell für das abgelaufenhe Geschäftsjahr wieder ein Barguthaben von 10,6 Milliarden Dollar aus.

An der Börse kommen die Zahlen gut an. Die Aktie drehte im späten New Yorker Handel leicht ins Plus.

lg