Fräskopf von SLM Solutions

Geplatzte GE-Übernahme mit Folgen SLM findet keinen Anschluss

Stand: 01.02.2018, 13:40 Uhr

Der Hersteller von 3D-Druckern hinkt mit seinen Zahlen und Prognosen hinter den Erwartungen des Marktes her. Die gescheiterte Übernahme des Unternehmens durch den US-Konzern General Electric (GE) hatte zunächst viel Geschäft vereitelt, mit neuen Erfolgen tut sich SLM nun offenbar schwer.

Eine Reihe von Kunden gingen verloren, Bestellungen wurden zurückgezogen, nachdem im Jahr 2016 GE doch die Übernahme des TecDax-Unternehmens vollziehen wollte. Der US-Konzern hatte 38 Euro je Aktie geboten, war damit aber nicht bei allen Aktionären von SLM angekommen. Allen voran Paul Singer, der mit seinem Hedgefonds Elliott noch immer ein Fünftel an SLM hält, hatte Preisvorstellungen, die nicht mit denen von GE in Einklang zu bringen waren.

Aktie taumelt

Singer dürfte sich seitdem des öfteren gewünscht haben, das Angebot von GE angenommen zu haben. Zum Beispiel am heutigen Donnerstag: Die Aktie notiert am Nachmittag rund zehn Prozent im Minus, bei nur noch rund 40 Euro, also gar nicht weit vom einstigen Angebotspreis.

Nach vorläufigen Zahlen hat SLM Solutions im vergangenen Jahr Umsätze zwischen 80 und 85 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit ist das zuvor dynamische Wachstum einer Stagnation gewichen, denn 2016 hatte man bereits Erlöse von 81 Millionen Euro erzielt. Und das laufende Jahr wird nach SLM-Aussagen 125 Millionen an Umsätzen bringen, ebenfalls deutlich weniger als Experten zuvor erwartet hatten. Auf dem Weg zu Umsätzen von 500 Millionen Euro im Jahr 2022 ist damit nur ein kleines Stück erreicht worden.

Vielfältige Kundschaft

Der Zukunftsmarkt für 3D-Druck ist kein Selbstläufer, dies wird offenbar auch vielen Aktionären derzeit klar. SLM Solutions ist Hersteller von 3D-Metalldruckern. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf Entwicklung, die Montage und den Vertrieb von Maschinen im Bereich des "Laserschmelzens". Die Produkte werden weltweit von Kunden in der Luft- und Raumfahrtbranche, im Energiesektor, im Gesundheitswesen oder im Automobilsektor eingesetzt.

AB